Aktion des Monats: Kopfschmerzen und Migräne
Gerade bei Arzneimitteln gegen Kopfschmerzen und Migräne ist der Beratungsbedarf hoch: Sie werden in hohem Maße zur Selbstmedikation ohne vorherigen Arztbesuch gekauft und zum Teil häufig eingenommen. Eine Aktion zu dieser Thematik wird deshalb die Beratung in den Mittelpunkt stellen. Wie kann die Apotheke ihre Kunden zum sensiblen Thema Schmerzmittel ansprechen? Welche Marketinginstrumente lassen sich dabei einsetzen?
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So manche zeitliche Verknüpfung ist Alltag in der Apotheke: Ein Wetterumschwung kündigt sich an, oder das Wochenende steht vor der Tür - schon steigt die Nachfrage nach Kopfschmerzmitteln. Über diese Zeiten verstärkter Nachfrage hinaus gehört der Bereich „Kopfschmerz und Migräne“ jedoch zu den Themen, in denen sich die Apothekenmitarbeiter kontinuierlich mit fachkundiger Beratung als Arzneimittelexperten profilieren können. Aktionstage unterstreichen diesen Anspruch.
Breite Zielgruppe für eine Aktion
Kopfschmerzen zählen zu den Beschwerden, die häufig auftreten: Fast jeder Bundesbürger kennt sie, nahezu jeder zweite gibt in Befragungen an, öfter darunter zu leiden. Eine Beratungswoche zu Kopfschmerzen wendet sich deshalb an eine große Zielgruppe und wird auf starkes Kundeninteresse stoßen.
Viele jener Kunden, die „schnell“ ihre Packung Analgetika kaufen, wollen nicht jedes Mal zur korrekten Einnahme und den möglichen Nebenwirkungen informiert werden. Ganz generell jedoch ist es selbstverständlich, jedem Kunden beim Kauf eines Kopfschmerzmittels oder eines Triptans eine Beratung zumindest anzubieten. Was wiederum auch bedeutet: Ein intensiviertes Beratungsangebot allein reicht nicht aus, um im Rahmen einer größer angelegten Aktion zu „Kopfschmerz und Migräne“ die Kunden für die Apotheke zu interessieren. Und das bloße Aufzählen unterschiedlicher Medikamente greift ebenfalls zu kurz.
Fragebögen: informativ und interaktiv
Überraschen Sie Ihre Kunden! Etwa mit Informationen über die verschiedenen Kopfschmerzformen. Mittels Fragebogen beispielsweise lassen sich die Kriterien diverser Arten abfragen. Im Idealfall bearbeiten die Kunden diesen Fragebogen in der Apotheke. Hier füllt ein Teammitglied den Bogen gemeinsam mit dem Patienten aus, bewertet das Ergebnis und bespricht mögliche Therapiemöglichkeiten, bzw. rät seinem Gegenüber evtl. auch zum Arztbesuch.
Matthias Bröker (matthias.broeker@ambrosius-apotheke.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 06/2008 auf Seite 12 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
