Kundenveranstaltungen: Vorträge, Seminare, Lesungen & Co.
In der Beratung zu den meisten Gesundheitsthemen gibt es eine Menge Details und eine noch größere Anzahl von Hintergrundinformationen, die sich in den wenigen Minuten in der Offizin kaum vermitteln lassen. In diesen Fällen kann eine Kundenveranstaltung eine gute Alternative sein. Unsere Autorin zeigt, wie Apotheken davon profitieren und gibt praktische Tipps für die Organisation.
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Veranstaltungen für Kunden haben einen doppelten Effekt. Zum einen dienen sie dazu, Fakten und Tipps in gebührendem Umfang zu vermitteln. Zum anderen aber zeigen sie den Kunden auch, dass Ihre Apotheke das gewisse Extra mehr bietet – denn nicht alle Apothekenveranstaltungen müssen sich zwangsläufig um eine Erkrankung und deren Prävention oder Therapie drehen. Sofern es die Räumlichkeiten und das potenzielle Publikum zulassen, sind auch Vernissagen in der Apotheke denkbar (vielleicht mit Werken von Kunden und Patienten zu einer spezifischen Erkrankung) oder Lesungen (eventuell aus Büchern, die sich einer Krankheit aus einem ganz anderen Blickwinkel nähern).
Die Themenwahl: den Kompetenzfundus der Apotheke sichten
Nichtsdestotrotz sind natürlich die Kernkompetenzen der Apotheke der beste Fundus für die Themenwahl im Hinblick auf eine Kundenveranstaltung. Angefangen bei Volkskrankheiten wie Diabetes oder Venenproblemen, über Reisevorbereitung oder Ernährung bis hin zu Tabuthemen wie Inkontinenz oder Fußpilz – wenn es in der Apotheke bereits spezifische Bereiche gibt, in denen umfassendes Wissen vorhanden ist, sollten diese Themen auch vorrangig gewählt werden. Gerade im Hinblick auf eine Aktionswoche zum Beispiel oder eine breiter angelegte Marketingkampagne lässt sich mit einem Themenabend die Aufmerksamkeit zusätzlich erhöhen – und weitere potenzielle Kunden lassen sich erreichen.
Vortrag als Kundenveranstaltung
Ihr Wissen im persönlichen Gespräch unter vier Augen weiterzugeben, ist für die meisten Apotheker/innen und ihre Teams kaum ein Problem. Sobald allerdings die gleichen Fachinfos vor einem Publikum präsentiert werden sollen, tritt oftmals Lampenfieber an die Stelle der gewohnten Eloquenz. Dies bedeutet: Auch wenn jemand aufgrund seines Wissens für einen Vortrag geeignet ist, sollte man ihn nicht dazu zwingen – nicht für jeden ist es ein Vergnügen, auf Bühnen oder vor Publikum zu stehen. Und: Je flüssiger und sicherer die Inhalte dargestellt werden, desto besser bleibt der Abend den Zuhörern im Gedächtnis.
Claudia Pfeil-Zander (info@pfeil-zander.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 06/2008 auf Seite 16 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
