Modelle leistungsabhängiger Vergütung
In der Wirtschaft werden flexible Vergütungsmodelle, Anreizsysteme für die Belegschaft sowie Bonusmodelle seit vielen Jahren intensiv diskutiert und zum Einsatz gebracht eingesetzt. Auch im Apothekenbereich geht der Trend wegen des immer größer werdenden Konkurrenzdrucks eindeutig hin zur Flexibilisierung von Gehaltsbestandteilen und leistungsabhängigen Vergütung.
Foto: Archiv Springer Gup
Derartige Modelle bieten Apothekern zum einen die Möglichkeit, im Falle enger werdender Margen diese in der Zukunft durch vertraglich vereinbarte Rücknahmeklauseln (z. B. Widerrufsvorbehalte) in Bonussystemen auffangen zu können. Häufig reduzieren sich leistungsabhängige Vergütungsmodelle durch eine schlechte wirtschaftliche Lage automatisch, so dass sich ein Teil des wirtschaftlichen Risikos auf den Arbeitnehmer verlagert. In der Hauptsache aber soll eine leistungsabhängige Vergütung eindeutig die Motivation der Mitarbeiter in erfolgreichen Zeiten stärken. Dies insbesondere deshalb, weil starre Vergütungsvorgaben, wie sie z. B. der Gehaltstarifvertrag für Apothekenmitarbeiter vorgibt, den wirtschaftlichen Erfolg bzw. das Leistungsmoment der einzelnen Mitarbeiter nicht berücksichtigen.
Daher tragen sie nicht dazu bei, die Mitarbeiter zu guten Leistungen anzuspornen. Außerdem herrscht im Apothekenbereich nahezu bundesweit Arbeitskräftemangel. Apothekeninhaber suchen insbesondere Filialleiter und Approbierte. Daher So kann eine leistungsgerechte Vergütung mit ein entscheidender Grund sein, sich für eine bestimmte Apotheke zu entscheiden.
Martin Hassel (martin.hassel@dr-schmidt-und-partner.de
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 06/2008 auf Seite 34 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
