Inkontinenzprodukte: Markt mit Zukunftschancen
Dieser Markt entwickelt sich quasi im Verborgenen: Zum einen gilt Inkontinenz nach wie vor als Tabuthema; zum anderen aber ist der Bereich rund um die Blasenschwäche ein Zukunftsmarkt. Gründe dafür sind demografische Veränderungen ebenso wie die Beobachtung, dass gerade etwas jüngere Verwender/innen von Inkontinenzprodukten Wert darauf legen, ihre Lebensqualität zu erhalten. Wo liegen hier die Chancen für die Apotheke?
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Mehr als fünf Millionen Menschen leiden Schätzungen zufolge an Blasenschwäche. Marktkenner allerdings gehen davon aus, dass die Zahl der Betroffenen künftig weiter zunehmen wird – vor allem deshalb, weil die Zahl der älteren Menschen steigt. Zugleich wandeln sich auch die Ansprüche der Betroffenen. Frauen um die 50 gelten beispielsweise als zukunftsträchtige Zielgruppe im Inkontinenzbereich: Sie wollen aktiv am Leben teilnehmen und sind es zudem gewohnt, Probleme gezielt anzugehen.
Bekanntlich ist die Blasenschwäche – auch wenn Frauen häufiger betroffen sind als Männer – kein reines Frauenthema. Und auch der Leidensdruck ist geschlechtsneutral, ebenso wie die Folgen, die sich daraus ergeben können.
Problemlöser gibt es – die Beratung dazu übernimmt die Apotheke
Die Hersteller von Inkontinenzartikeln haben sich auf den Wandel im Markt eingestellt. Sie bieten eine Vielzahl von Produkten, die die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen abdecken. Zudem wurden diese Inkontinenzprodukte stets weiter entwickelt: Dank hoher Saugfähigkeit werden Einlagen beispielsweise immer kleiner, obwohl sie zunehmend mehr Flüssigkeit aufnehmen können. Der Vorteil für die Verwender: Die Oberfläche der Einlagen bleibt trocken, und unangenehme Gerüche werden gebunden.
Dennoch berichten Inkontinenzberater immer wieder von Betroffenen, die sich unzureichend versorgen, mit Watte oder Slipeinlagen. Der Ansatz der Apotheke in diesem Markt ergibt sich damit beinahe von selbst: das Tabuthema ansprechen, bei Betroffenen einen Beratungsimpuls setzen und im individuellen und diskreten Gespräch jene Fragen aufgreifen, auf die es Menschen mit Blasenschwäche ankommt: Sicherheit, Diskretion, optimale Versorgung.
Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07-08/2008 auf Seite 31 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
