IMS-Daten: Erkältungsmittel als Hoffnungsträger

Noch immer gibt es keine guten Nachrichten vom Markt der OTC-Arznei- und Nichtarzneimittel. Nachdem das erste Halbjahr 2008 ein Minus von knapp zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr aufgewiesen hatte, setzte sich diese nur leicht negative Tendenz mit einem Minus von 1,7 Prozentpunkten auch im Juli fort.Der August hingegen war mit einem Rückgang von 5,2 Prozentpunkten fast so schwach wie der Juni mit minus 5,4 Prozentpunkten.

Schon im ersten Halbjahr 2008 hatte der OTC-Bereich in den Apotheken von Januar bis Juni ein Minus von knapp zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, wobei der Juni sich mit negativen 5,4 Prozentpunkten besonders umsatzschwach gezeigt hatte.

Die Verluste im Juli bezeichneten die Marktforscher* schon wieder als "relativ normal", während der August einen erneuten Einbruch von insgesamt 5,2 Prozentpunkten brachte. Dabei erlebten sowohl Selbstmedikation (minus 5,3 Prozent) als auch Verordnungen (minus 4,9 Prozent) einen Umsatzrückgang von rund fünf Prozent (Tabelle 2).

Kaufzurückhaltung wirkt sich aus

Im August zeigten durchgängig alle Warengruppen eine negative Entwicklung (Tabelle 1). Das fängt bei einem eher moderaten Minus von 0,9 Prozent bei den Augenpräparaten an und hört bei den deutlichen Einbrüchen von rund neun bzw. fast zehn Prozentpunkten bei den Herz- und Kreislaufmitteln bzw. den Entwöhnungsmitteln auf.

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Damit setzt sich die rückläufige Entwicklung des OTC-Marktes im Offizingeschäft auch in diesem Monat fort. Allein die Ohrenpräparate können im Umsatz um knapp vier Prozent zulegen; der Absatz hingegen stagniert.

Zurückzuführen ist dies nach Ansicht der Experten vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und Lebensmittelpreise auf die allgemein zu beobachtende Zurückhaltung der Konsumenten in ihrem Einkaufsverhalten. Demnach macht sich diese auch bei Vitamin- und Mineralstoffprodukten, Herzkreislaufmitteln, Beruhigungs- und Schlafmitteln bemerkbar.

Deren Absatz ist im laufenden Jahr durchgängig rückläufig. Die Marktforschung führt dies u. a. darauf zurück, dass sie im Bereich der Selbstmedikation vorrangig zur Vorsorge eingesetzt werden. In diesem Segment wirke sich die Kaufzurückhaltung der Konsumenten stärker aus als bei Produkten, die zur Behandlung akuter Krankheiten benötigt würden.

Redaktion

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 11/2008 auf Seite 28 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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