Apotheken-Porträt: Die Rathaus-Apotheke in Hagen

Zu den Erfolgskriterien einer Premium-Apotheke gehört auch die Merk-würdigkeit des Inhabers. Dr. Klaus Fehske ist ein gutes Beispiel dafür: Sein Bemühen um immer mehr Kundenzuspruch, das Marketing-Dauerfeuer und sein Wissen darüber, was die Apotheke wirklich weiterbringt, sind hart erarbeitet. Damit hat er es vom Offizin- zum Kundenbesitzer geschafft - nicht zuletzt dank vieler bunter Schmetterlinge.

Schmetterlinge sind bunt, fröhlich, beweglich und lösen beim Betrachter ein Gefühl von Freude und Wohlbefinden aus. Ähnliches gilt für Dr. Klaus Fehske und sein internationales Rathaus-Apotheken-Team in Hagen (Westfalen). Ebenso wie bei Schmetterlingen gibt es auch bei Apotheken ganz besondere Exemplare.

Dies beginnt bei Dr. Fehske ganz persönlich. Er ist promovierter Pharmakologe und Apothekenleiter mit den womöglich meisten Weiterbildungstiteln in Deutschland und trägt ständig eine Acryl-Fliege am Hals (inzwischen gibt es davon über 100 Exemplare). Diese Fliege (andernorts auch Mascherl oder Papillon genannt) ist Programm: Sie verwandelt sich in der Werbung in Schmetterlinge - besonders in den blauen Morpho aus Costa Rica.

Konsequent im Marketing verankert

Dr. Fehske erfüllt damit ein typisches Premium-Kriterium: Er ist im wörtlichen Sinn merkwürdig, ist anders als seine Kollegen - aber beileibe kein esoterisch-ausgeflippter Außenseiter ohne Bezug zur Realität. Als Beiratsmitglied des Marketing-Clubs Südwestfalen hat er seine Apotheke ganz konsequent zur "Marke" ausgebaut - mit den sieben klassischen Kriterien: Geschichte, Leuchtturmfunktion, Qualität und Kernkompetenz, unverwechselbarer Charakter, Netzwerke, Einsatz von Marketinginstrumenten und Erlebniswert.

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Alleinstellung heißt eines der Zauberworte im Marketing. Die Rathaus-Apotheke besitzt sie. Das beginnt mit der Botschaft, eine internationale Apotheke zu sein. Nach dem Abitur hat Dr. Klaus Fehske in München die "Internationale Ludwigsapotheke" gesehen und eine Vision entwickelt: Wenn er je eine Apotheke leiten sollte, dann auch mit dem Premium-Attribut "Internationale Apotheke".

Zu einem erfolgreichen Apothekenunternehmer gehört eine Portion Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen - in Sachen "internationale Apotheke" hat Dr. Fehske das bewiesen. Trotz mehrerer verlorener Gerichtsverfahren hat er zehn Jahre lang bis hin zum Bundesverwaltungsgericht gekämpft, das den Anspruch der "internationalen Apotheke" schließlich bestätigte.

Die Sprachenvielfalt könne sich sehen und hören lassen, so der Apotheker: Englisch, Türkisch, Polnisch, Französisch und Spanisch. Besonders russische Kunden seien dankbar, in ihrer Muttersprache beraten zu werden. Griechen, Portugiesen, Italiener und Ungarn würden inzwischen die Arbeitszeiten der betreffenden Mitarbeiter kennen, die ihre Sprache sprechen.

Klaus Hölzel (Kontakt: redaktion@hoelzel-net.de

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 11/2008 auf Seite 40 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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