Sortimente: Lippenherpes
Das Thema Lippenherpes gilt bei Marktkennern als Beispiel dafür, wie Apotheken sich rund um ein Gesundheitsproblem zum Wohle ihrer Kunden engagieren können. Denn ebenso groß wie die Zahl der Betroffenen ist deren Leidensdruck. Von zielgerichteten Aktivitäten in diesem Sortimentsbereich profitieren deshalb Kunden wie Apotheke.
Schätzungen zufolge bekommen 16 Millionen Menschen in nahezu regelmäßigen Abständen Herpesbläschen an der Lippe. So groß der Leidensdruck der Betroffenen auch sein mag – über die Hintergründe ihrer Erkrankung und über die adäquate Behandlung wissen die meisten viel zu wenig. Verblüffend ist in diesem Zusammenhang auch die Beobachtung von Fachleuten, dass selbst langjährig von Herpes Geplagte ihre Symptome mit „Hausmitteln“ kurieren wollen: dem Auftragen von Zahnpasta beispielsweise oder auch von Honig.
Diese weit verbreitete Unkenntnis über die optimale Behandlung von Herpes zeigt, dass durchaus Potenzial für ein Engagement der Apotheke – nicht nur in den Sommerwochen – besteht. Denn ein Wissensdefizit kann einer optimalen Therapie entgegenstehen. Grundsätzlich gilt: Herpes labialis sollte so frühzeitig wie möglich adäquat, mit lokal anzuwendenden Wirkstoffen behandelt werden – am besten bei Auftreten der ersten Anzeichen.
Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 03/2009 auf Seite 30 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
