IMS-Daten: Raucherentwöhnung kommt ins Stocken

Nachdem der OTC-Markt mit einem erfreulichen Umsatzplus im Januar in das Jahr 2009 gestartet ist, war im Monat Februar wieder ein deutliches Minus zu verzeichnen. Daran konnte letztlich auch die erneut sehr starke Nachfrage nach Erkältungsprodukten nichts ändern. Die höchsten Verluste musste das Segment der Entwöhnungsprodukte hinnehmen.

Das satte Minus von sechs Prozent, das der gesamte Markt der Arznei- und Nichtarzneimittel im Februar verzeichnet, lässt sich nach Ansicht der Marktforscher* zum großen Teil auf den Kalendereffekt zurückführen. Im Einzelnen ist der Umsatz in der Selbstmedikation um 5,5 Prozentpunkte zurückgegangen, bei den Verordnungen waren es sogar 7,8 Prozentpunkte (Tabelle 3).

Der Kalendereffekt beruht darauf, dass das Jahr 2008 ein Schaltjahr war und damit im Februar einen Arbeitstag mehr hatte als das laufende Jahr. Durch diesen fehlenden Tag – so die Marktforscher – habe sich ein Umsatzminus von rund vier Prozent ergeben. Diesen Effekt mit berücksichtigt, ergibt sich ein rechnerisches Minus von circa zwei Prozent.

Verluste in vielen Warengruppen

Insgesamt lässt sich feststellen, dass der OTC-Markt nach den ersten beiden Monaten auf Vorjahresniveau liegt, wobei die einzelnen Warengruppen sehr unterschiedlich zu diesem Resultat beitragen (Tabelle 1). Vor allem den Erkältungsmitteln ist es zu verdanken, dass dieses stabile Ergebnis erzielt werden konnte. Diese hatten schon im Januar mit einer zweistelligen Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr zum insgesamt guten Ergebnis beigetragen und konnten abermals im Februar noch ein knappes Umsatzplus von 0,6 Prozentpunkten halten.

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Erklären lässt sich dies mit dem anhaltend kalten Winterwetter, das auch im Februar noch einmal zu starker Nachfrage nach Husten- und Erkältungsmitteln sowie Mitteln für die Atemwege geführt hat. Dabei erzielten die Hustenmittel die größten Zuwachsraten, nicht zuletzt wegen der deutlichen Unterstützung in der Werbung.

Insgesamt sind im Erkältungssegment die Expektoranzien mit einem Plus von fast 24 Prozent am stärksten gewachsen. Erst gegen Ende des Monats lag der Absatz wieder auf dem Level des Vormonats.

Weniger Entwöhnungsmittel

Alle anderen OTC-Märkte weisen deutliche Umsatzverluste auf. Besonders stark betroffen sind die Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Stimmungsaufheller (minus 14,1 Prozentpunkte), Herz-Kreislauf- Mittel (minus 13,3 Prozentpunkte), Augenpräparate (minus 11,4 Prozentpunkte) und Hautmittel (minus 9,6 Prozentpunkte). Die größten Verluste jedoch zeigen die Entwöhnungsprodukte mit einem Minus von 24,6 Prozentpunkten (siehe Tabelle 1) und hier besonders die Präparate zur Raucherentwöhnung.

Redaktion, Quelle: IMS OTC® Report Apotheke / IMS GesundheitsMittel Studie (GMS)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2009 auf Seite 26 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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