Sortimente: Produkte für Pollenallergiker

Natürlich hängt das Geschäft mit Heuschnupfenmitteln auch vom Wetter ab: Kühle Witterung, wie beispielsweise in den Frühlingsmonaten 2008, dämpft Pollenflug und Umsatz. Früh einsetzende Sommerwärme dagegen lässt, wie im Jahr 2007, die Nachfrage nach oben schnellen. Darüber hinaus aber liegt es auch an der Apotheke selbst, wie erfolgreich sie im Segment der Heuschnupfenprodukte ist.

Pollenallergiker sind in guter Gesellschaft: Beinahe jeder dritte Bundesbürger hat eine Allergie – besonders häufig ist dabei der Heuschnupfen. Etwa 20 Prozent der Erwachsenen und 13 Prozent der Kinder in Deutschland leiden Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge unter einer Pollenallergie.

Experten gibt vor allem die rasante Zunahme der Betroffenen zu denken: Allein von 1990 bis 2007 ist die Zahl der Heuschnupfenpatienten um 70 Prozent gestiegen. Und Schätzungen gehen davon aus, dass die Zahl der Allergiker – und damit auch der Pollenallergiker – künftig in hohem Maße weiter wachsen wird. So rechnet man bei der WHO damit, dass im Jahr 2010 jeder Zweite von einer Allergie betroffen sein wird.

Zugleich jedoch ist das Wissen über allergische Reaktionen bzw. die Abläufe im Immunsystem so weit fortgeschritten, dass sich bei Allergien immer gezielter therapeutisch eingreifen lässt. Beides – die Bedürfnisse der Pollenallergiker und die Palette von Arzneimitteln, die zur Therapie zur Verfügung stehen – kann die Apotheke nutzen, um diese Klientel kompetent zu beraten und damit letztlich stärker an sich zu binden.

Kunden gezielt „abholen“

Wichtige Voraussetzung für eine gelungene Beratung ist die durchdachte Kundenansprache. Hierbei empfiehlt es sich, die „Heuschnupfenkunden“ gezielt dort abzuholen, wo sie stehen. Die Apotheke hat es dabei vor allem mit drei Kategorien von Kunden zu tun:

  • aktuell Betroffene – Kunden, die von ihrer Allergie wissen und ein bestimmtes Präparat wünschen
  • Verdachtskunden – Kunden, die unter Heuschnupfensymptomen leiden, bislang aber nichts dagegen getan haben
  • unerkannte Pollen-Allergiker – die Gruppe derer, die unter Symptomen leiden, aber nicht wissen, dass dahinter eine Pollenallergie stecken könnte.

Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2009 auf Seite 30 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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