Weniger Verordnungen – schwacher Umsatz: Allergien verhindern Schlimmeres
Das im Monat April insgesamt negative Ergebnis im OTC-Markt weist ein Minus von 5,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr auf. Dabei gingen die Verordnungen deutlich stärker zurück als der Bereich der Selbstmedikation. Das gilt sowohl für die gesetzlichen als auch für die privaten Krankenversicherungen.
Im Monat April des laufenden Jahres lag der Umsatz mit rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimitteln insgesamt bei knapp sechs Prozentpunkten unter dem Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr. Als Hauptgrund für diesen doch deutlichen Rückgang nennen die Marktforscher (Datenquelle IMS OTC® Report / IMS® GesundheitsMittelStudie (GMS)) Apotheke den so genannten Kalendereffekt, der sich durch das Osterfest ergeben habe. Dieses fiel 2009 in den Monat April und brachte mit Karfreitag und Ostermontag zwei zusätzliche Feiertage und somit zwei Arbeits- / Verkaufstage weniger mit sich.
Deutlich stärker als die Selbstmedikation mit einem Minus von 3,7 Prozentpunkten gingen die Verordnungen mit einem Minus von 11,5 Prozentpunkten zurück. Und das gilt, so die Experten, sowohl für die Verordnungen zu Lasten der Gesetzlichen Kranken Versicherung (minus 11,3 Prozent) als auch zu Lasten der Privaten Kranken Versicherungen (minus 10,6 Prozent).
Schnupfen steigert den Umsatz
Betrachtet man den Zeitraum Januar bis April 2009, so ergibt sich insgesamt ein knappes Minus von einem Prozent für den OTC-Markt in der Apotheke, verglichen mit den ersten vier Monaten im Vorjahr. Im Gegensatz dazu weist der Versandhandel weiterhin ein zweistelliges Wachstum auf und zeigt in der Betrachtung der Monate Januar bis April einen stattlichen Anteil von zehn Prozent am gesamten OTC-Umsatz.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 06/2009 auf Seite 30 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
