Aktionsplaner: Basiswissen
Damit die Beratung zu Sonne und Zecken gelingt und die Kunden die Apotheke zufrieden verlassen, ist Wissen gefragt. Diese beiden Seiten liefern den nötigen fachlichen Background zu Lichtschutzpräparaten und Repellenzien.
Sonnenschutzmittel enthalten UV-Absorber und/oder physikalische Lichtschutzsubstanzen. UV-Absorber wirken, indem sie die Fotoenergie aufnehmen. Hierbei werden Elektronen auf ein energiereicheres Niveau gehoben. Später wird diese Energie zum Teil wieder in Form von Wärme abgegeben. UV-Absorber sind meist aromatische Verbindungen mit zahlreichen konjugierten Doppelbindungen.
UV-B-Filter absorbieren im Bereich von 280 bis 320 nm, also auch in dem für die Gesundheit besonders kritischen UVBereich bei etwa 308 nm. Zu den häufig eingesetzten Substanzen gehören z. B. para-Aminobenzoesäure und ihre Ester, Ester der Zimtsäuren, Campherderivate, Salicylsäureester und Parsol® SL. Seit bekannt ist, dass UV-A-Strahlen ebenfalls schädigende Wirkungen in der Haut entfalten können, werden zunehmend Sonnenschutzmittel mit entsprechenden Schutzsubstanzen angeboten. Zu den UV-A-Filtern zählen z. B. Eusolex® 920 und Mexoryl® SX. Breitbandfilter, wie Mexoryl ® XL oder Tinosorb® M, absorbieren sowohl UV-B-Strahlen als auch UV-A-Strahlen.
Mikropigmente schützen die Haut überwiegend auf physikalischem Wege vor Licht, indem sie die Sonnenstrahlen durch Reflexion und Streuung abwehren. Zu einem geringen Teil absorbieren sie die Strahlung auch. Die heute verwendeten Mikropigmente – meist handelt es sich um Titandioxid oder Zinkoxid – haben eine Teilchengröße von 20 bis 100 nm. Im Gegensatz zu den früher eingesetzten größeren Pigmentteilchen (200 bis 300 nm Durchmesser) lassen die modernen Substanzen die Haut nicht weiß erscheinen. Da man davon ausgehen kann, dass die Pigmente die Hornschicht nicht überwinden können, sind Produkte, die ausschließlich Mikropartikel als Lichtschutzsubstanzen enthalten, besonders für Kleinkinder empfehlenswert.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2007 auf Seite 16 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
