Energiekosten im Blick: Alles Gute kommt von oben
Steigende Energiekosten mindern den Gewinn der Apotheken. Wer kann, setzt auf Sonnenenergie. Waren einst die Photovoltaik-Anlagen nur für die Warmwasseraufbereitung gedacht, haben sich die Zeiten geändert: Heizen mit Solarenergie ist der Renner und schont zugleich die Umwelt. Teil 4 der Serie zum Thema „Energiekosten“ wendet sich deshalb der Sonne zu.
Wir schreiben das Jahr 2080. Die Öl- und Gasvorräte sind längst aufgebraucht, denn anders als vorausberechnet gingen diese Energien früher zur Neige. Einige Unentwegte allerdings, die sich bereits im Jahr 2010 für eine Alternativenergie entschieden haben, frohlocken: Sie sind die Gewinner in dem Spiel um die Energie, haben sie doch nicht nur in Sonnen- oder Windenergie investiert, sondern auch in Wasserenergie sowie Geothermie.
Wo es möglich war, die Haushalte mit Strom aus den Gezeitenkraftwerken zu versorgen, wurden fleißig die dafür notwendigen Bauten ins Meer gepflanzt. Und diejenigen, die sich damals für die erneuerbare Energieversorgung entschlossen, hatte Vater Staat mittels zahlreicher Förderprogramme – trotz weltweiter Wirtschaftskrise – begünstigt. Im Jahr 2080 hat sich wirtschaftlich vieles verändert. Jene Energiebewussten von einst speisen ihren erzielten Energievorrat ins versorgende, öffentliche Netz ein und werden mit profitablen Zahlungen oder sonstigen Nachlässen belohnt.
Energiespender Sonnenstrahl
Was sich wie ein Zukunftsroman liest, ist bereits Wirklichkeit: Mit der Photovoltaikanlage lässt sich die Sonnenenergie voll ausnutzen. Hier werden die Sonnenstrahlen mittels Solarmodulen in elektrische Energie umgewandelt. Dabei erzeugen die Solarzellen aus dem Tageslicht Gleichstrom, dieser wird von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt, ins öffentliche Stromnetz eingespeist und von den Netzbetreibern mit einer Zahlung pro Kilowattstunde vergütet. Festgelegt ist dies im „Erneuerbare-Energien-Gesetz“. Seinen Strom bezieht das Haus jedoch weiter über das öffentliche Netz, abgerechnet wird über den Verbrauchszähler.
Solarwärme für Heizung und Warmwasser
Allerdings hat das umweltbewusste Denken auch Hausbesitzer oder Gemeinschaften von Wohnungseigentümern wachgerüttelt. Viele wollen keine herkömmliche Energieversorgung und setzen auf Alternativen wie Wind, Wasserkraft, Erdwärme und Solarkollektoren. Letztere sind bereits auf vielen deutschen Dächern zu sehen, obwohl sie meistens nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden.
Apotheke und Sonnenenergie
Energieersparnis kommt auch den Kunden zugute Die Gewinnung von Solarenergie ist auch für Apotheken sinnvoll. Dabei ist es gleichgültig, ob die Räumlichkeiten angemietet sind oder man selbst Hausbesitzer ist. Voraussetzung, um die Sonnenenergie wirkungsvoll nutzen zu können, ist, dass das Objekt wärmeisolierend ausgestattet ist.
Die bisher erschienen Teile der Serie beschäftigten sich mit dem Thema „Richtig heizen“ (APOTHEKE + MARKETING 01/2009), der „Lebensquelle Wasser“ (APOTHEKE + MARKETING 02/2009) und dem Thema „Leuchtmittel (APOTHEKE + MARKETING 05/2009). Die Serie wird fortgesetzt.
Carmen Groschwitz (c.groschwitz@t-online.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07/2009 auf Seite 40 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
