Gerade zu Schulbeginn: Sensibel sein beim Thema Laus

Der Schulbeginn konfrontiert Eltern oftmals mit einem Problem, das mit der aktuellen Bildungsmisere nichts zu tun hat: Ihre Kinder haben Läuse! Apotheken können sich in dieser Situation als Problemlöser profilieren – mit den richtigen Produkten, umfassenden Tipps und nicht zuletzt damit, dass sie ihren Kunden eine Beratungsbrücke bauen.

Die Laus lebt längst unter uns. Dies zumindest ist ein Fazit der renommierten Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Netz-Auftritt FAZ.NET. Darin erfuhren die Leser übrigens auch, wo sie Rat und Hilfe bekommen: „Wenigstens einmal im Jahr müssen sich Eltern in den Apotheken aufrüsten, um gegen die umtriebigen Parasiten ins Feld zu ziehen.“ Offensive Berichte wie diese – die Süddeutsche Zeitung beispielsweise widmete der Kopflaus gar ein eigenes Dossier – tragen dazu bei, den Läusebefall aus dem Tabubereich zu holen und Eltern für eine entsprechende Behandlung (und den Apothekenbesuch) zu sensibilisieren.

Zwar treten Kopfläuse zu jeder Jahreszeit auf; häufig jedoch bringen Kinder sie aus dem Urlaub mit in Kindergarten und Schule. Schätzungen sprechen von einer Million „Läusefällen“ jährlich in Deutschland, in den Industrieländern sollen immerhin ein bis drei Prozent der Bevölkerung Kopfläuse haben. Die Tatsache, dass die Laus sich über Kopf-zu-Kopf-Kontakt sehr rasch von einem Wirt zum anderen fortbewegt, fordert deshalb die erhöhte Aufmerksamkeit der Eltern.

Gezielt Beratungsimpulse setzen

Nun ist Pediculus humanus capitis an sich harmlos: Sie überträgt keine Krankheiten und lässt sich auch relativ einfach und nachhaltig beseitigen. Die Kopflaus hat vielmehr vor allem ein Imageproblem: Seit jeher wird sie mit mangelnder Hygiene, gar mit Verwahrlosung in Zusammenhang gebracht. Genau diese Gerüchte machen es Betroffenen so schwer, offen über ihr Problem zu sprechen und es gezielt anzugehen.

Eine Apotheke, die Beratungsimpulse setzt, erleichtert den Eltern den Einstieg ins Gespräch. Dies kann durch eine Schaufensterdeko geschehen, die z. B. auch im Rahmen des Schulanfangs auf Läuse hinweist, über Handzettel, Plakate, die individuelle Kundenzeitschrift, aber auch im persönlichen Gespräch.

Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer-gup.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07/2009 auf Seite 32 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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