Leichter Umsatzrückgang: Vor allem Kosmetika schwächeln
Der Monat Mai verlief für den OTC-Markt insgesamt ohne spektakuläre
Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz mit Mitteln gegen
Heuschnupfen und Atemwegsbeschwerden ging leicht zurück, während
Präparate gegen Erkältungskrankheiten ein Umsatzplus verzeichneten.
Beides ist auf die schwankende Wetterlage zurückzuführen.
Wieder einmal ist es der Kalendereffekt, den die Marktforscher* für das Umsatzminus verantwortlich machen, den der Monat Mai – mit einem Arbeitstag weniger als der Vergleichsmonat im Vorjahr – im Markt der rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimittel aufzuweisen hatte. Insgesamt betrug das Umsatzminus 3,1 Prozentpunkte. Auch der Absatz lag rund drei Prozentpunkte unter dem des vergangenen Jahres.
Während im April die Verordnungen mit minus 11,5 Prozentpunkten deutlich stärker zurückgingen als der Bereich der Selbstmedikation mit minus 3,7 Prozentpunkten, setzte sich dieser Trend im Mai nicht fort. Im Untersuchungszeitraum ging der Umsatz in der Selbstmedikation um 2,9 Prozentpunkte zurück, im Bereich der Verordnungen um 3,9 Prozentpunkte
OTC-Markt noch ohne Krise
Analysiert man den Zeitraum Januar bis Mai 2009, so ergibt sich – verglichen mit den ersten fünf Monaten des vergangenen Jahres – insgesamt ein leichtes Minus von 1,4 Prozent für den OTCMarkt in der Apotheke. Diese doch eher geringen Verluste lassen nach Ansicht der Experten darauf schließen, dass die Wirtschaftskrise den Markt der Arznei- und Nichtarzneimittel bisher noch nicht erreicht hat bzw. keine spürbaren Auswirkungen zeigt. Das leichte Nachlassen, so die Marktforscher, beruhe wohl eher auf der weiteren Verlagerung der Nachfrage von der Offizin hin zum Versandhandel.
Bei einem Blick auf die einzelnen Warengruppen lässt sich feststellen, dass nur wenige Produktkategorien im Zeitraum Januar bis Mai ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr verzeichnen konnten. Das sind zum einen die Erkältungsmittel mit einem Zuwachs von 7,9 Prozentpunkten und zum anderen der Markt von Tonika, Geriatrika, Melissengeist und Immunstimulanzien mit einem Plus von 2,7 Prozentpunkten. Im Monat Mai allein nahm dieser Markt um 4,3 Prozentpunkte zu.
Ein Plus von 1,9 Prozentpunkten erzielten die Augenpräparate in den ersten fünf Monaten des Jahres. Ein Blick auf den Monat zeigt, dass sich vor allem die umsatzstarken Warengruppen behaupten konnten.
* Datenquelle Text und Infoboxen: IMS OTC® Report / IMS® GesundheitsMittelStudie (GMS) Apotheke
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07/2009 auf Seite 28 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
