Digitale Kommunikation: Persönliche Services – zu jeder Zeit an jedem Ort
Mit der Einführung des digitalen Mobilfunks im Regelbetrieb im Jahre 1992 hat sich die Welt der Kommunikation und des Telefonierens dramatisch verändert. Die mehr als 107 Millionen* Mobilfunkanschlüsse in Deutschland überschreiten die Bevölkerungszahl bei weitem. Jenseits der Technik beleuchtet unser Autor Stellenwert und Chancen der mobilen Kommunikation und zeigt auf, was die Apotheke davon hat bzw. welchen Nutzen sie bieten kann.
Als soziale Wesen leben Menschen mit und von Kommunikation. Die Daten, die bei der Nutzung des mobilen Kommunikationskanals erhoben werden, machen dies ganz nebenbei auf eindrucksvolle Weise deutlich. Trotz der notwendigen Technik, eines gewissen Aufwands und der entstehenden Kosten belegen die Zahlen den hohen Nutzungsgrad, die offensichtliche Akzeptanz und den Bedarf.
Kommunikation – ein Grundbedürfnis
Auf Distanz überall und jederzeit erreichbar zu sein, ist „in“, passt in die Zeit und zur mobilen Informations- und Kommunikationsgesellschaft – bleibt aber nicht ohne Auswirkungen auf das ganz individuelle Kommunikationsverhalten. Dabei hat sich das Mobiltelefon (Handy, Smartphone) heimlich zum ständigen, sehr persönlichen Begleiter entwickelt. Wenn das Gerät klingelt, musiziert oder vibriert, ist man gefragt, ist der Kontakt nur noch einen Tastendruck entfernt: persönliche One-to-One Telekommunikation in einer mobilen Welt.
Die wirtschaftlichen Aspekte
Im Jahre 2000 kreierte ein Werber im Zusammenhang mit mobiler Werbung den griffigen Slogan: „Your brand – in your customers hand“ („Ihre Marke – in Ihres Kunden Hand“). Dieser Spruch deutete schon damals die Möglichkeiten des Mobilfunks an, die wir heute ganz selbstverständlich nutzen. Neben dem Sprachdienst (Telefonie) ist der Versand von Kurznachrichten (Short Message Service – SMS), mit über 29 Milliarden im Jahr 2008, eine weitere große Anwendung. Die Übertragung von Daten und multimedialen Inhalten, von der Website bis zum Spielfilm, ist mit der Entwicklung schneller Verbindungen und hoch entwickelter Endgeräte mit Bildschirmen kein Problem.
Für die persönliche Kommunikation, für Information, die Durchführung von Transaktionen, z. B. Bestell- und Zahlfunktionen sowie Unterhaltung rund um die Uhr, bleiben also keine Wünsche mehr offen, und die Entwicklung ist längst nicht am Ende. Industrie und Dienstleister nutzen die aktuellen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Anwendungen und Mehrwertdiensten, die den Mobilfunk-Kunden weitere Nutzungsmöglichkeiten eröffnen und der Wirtschaft den Weg zur Durchführung von Transaktionen und werblichen Aktivitäten bieten. Und damit wird die kommunikative und wirtschaftliche Bedeutung der mobilfunkgestützten Kommunikation weiter zunehmen.
Klaus Dreikausen (kd@dreikom.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07/2009 auf Seite 16 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
