Informieren zu Ernährung und Diabetes: „Allzu süß ist ungesund!“
Sieben bis acht Millionen Diabetiker gibt es Schätzungen zufolge in Deutschland – darunter vermutlich drei bis vier Millionen unerkannte. Eine Apothekenaktion rund um Diabetes und richtige Ernährung schärft das Bewusstsein der Menschen für die Erkrankung – und spricht gesundheits- und ernährungsbewusste Kunden ganz allgemein an. Hier einige Beispiele für aufmerksamkeitsstarke Deko und Tipps für Aktionsschwerpunkte.
Geeigneter Aufhänger für die Aktion ist der Weltdiabetestag am 14. November. Wer rund um diesen Termin seine Kunden zu den Themen Diabetes bzw. Ernährung informieren will, kann sie mit dem Thema Übergewicht „packen“.
Das Schaufenster als Blickfang
Dass ein Mensch übergewichtig ist, hat meist mehrere Gründe: Oftmals fehlt ausreichende Bewegung, dazu kommt häufig die falsche Ernährung: Neben den versteckten Fetten in Wurst und Käse sind auch die „süßen Abgründe“, nicht zuletzt in Erfrischungsgetränken wichtiger Bestandteil von Ernährungsaufklärung.
Mit Hinguckern eine breite Zielgruppe ansprechen
Viele Menschen wissen gar nicht, wo sich Zucker überall versteckt: 40 Stücke Würfelzucker befinden sich beispielsweise in einem Liter Apfelsaft. In einem Liter Limonade können es 35 bis 40 sein. Eine Tafel Schokolade beinhaltet knapp 20 und eine Tüte Gummibärchen 17 Würfelzucker. Wer diese Zuckerwürfelberge in eine Schaufensterdekoration einbaut, schafft damit schon mal einen Hingucker, der eine breite Kundengruppe anspricht.
Als Aufhänger für eine blickfangträchtige Deko bietet sich deshalb neben den Zuckerstücken auch die Ernährungspyramide an. Diese zeigt anschaulich, wie viel man von welchen Nahrungsmitteln am Tag zu sich nehmen darf. Von den Lebensmitteln, die unten an der breiten Basis der Pyramide ihren Platz haben (u. a. möglichst dunkles Brot, Obst und Gemüse), darf eine weitaus größere Menge gegessen werden als von jenen, die ganz oben stehen (Fette und Öle und ganz an der Spitze der Zucker). Die Ernährungspyramide findet sich auch im Internet bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. unter www.dge.de.
Beratung – auch in Kooperation
Hat die Deko die Neugier der Kunden und Passanten erst einmal geweckt und sie im Idealfall bereits in die Apotheke gezogen, muss das Team mit guter Beratung punkten:
- fundierte Beratung zur richtigen Ernährung,
- Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Diabetes, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen sowie ein Hinweis auf das Metabolische Syndrom,
- Informationen darüber, wie wichtig das frühzeitige Erkennen von Diabetes ist bzw. wo die Gefahren von Spätschäden liegen
- und natürlich auch Informationen dazu, welche Produkte die Apotheke Diabetikern anbietet und welche Möglichkeiten der Blutzuckerselbstmessung es gibt.
Matthias Bröker (matthias.broeker@ambrosius-apotheke.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 09/2009 auf Seite 14 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
