Kundenbindung mit Gefühl: Marketing für die Sinne
Heutzutage haben Kunden beim Einkaufen die Qual der Wahl. Stetig wächst die Angebotspalette, gleichzeitig werden Produkte und Dienstleistungen immer austauschbarer. Auch das Kaufverhalten ändert sich. Längst sind die Verbraucher nicht mehr eindeutig nach Zielgruppen zu klassifizieren. Dies bedeutet neue Herausforderungen für den Handel. Und der entdeckt in diesem Zusammenhang das Thema „Neuromarketing“. Ein Expertengespräch klärt, was es damit auf sich hat.
APOTHEKE + MARKETING sprach mit dem Unternehmensberater, Buchautor und gelernten Einzelhändler Achim Fringes über diese Zusammenhänge, über sein Konzept des Neuromerchandising ® und darüber, wie Apotheker diese Erkenntnisse für sich umsetzen können.
Übersättigte Märkte, steigende Kundenerwartungen und die zunehmende Austauschbarkeit von Waren, zwingen den Handel zum Umdenken. Wie kann ich dennoch meine Kunden erreichen und nachhaltig an mich binden? Das ist eine der Fragen, die Händler und Marketingstrategen umtreiben.
Die Antwort wird ihnen schwer gemacht: Kunden lassen sich nicht mehr in definierte Zielgruppen pressen. Mal sind sie wusst treffen, rückt die Gefühlswelt des Verbrauchers in den Vordergrund. Neuromarketing heißt jetzt das Zauberwort, mit dem man Kunden zurückgewinnen will.
Basierend auf Methoden und Erkenntnissen der aktuellen Hirnforschung wird versucht, den Entscheidungsprozess von Käufern mit einer Mischung aus Neurobiologie und Psychologie zu entschlüsseln. Begriffe wie Limbisches System, Thalamus und Hypothalamus sind inzwischen fest im Vokabular der Marketingexperten verankert.
Bislang versuchte man mit umfangreichen Marktforschungsanalysen, die Wirkung von Werbebotschaften, Raum- und Produktgestaltung zu untersuchen. Nun soll der direkte Blick ins Gehirn verlässlichere Informationen liefern.
Bettina Hagen (Bettina_hagen@t-online.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 11/2009 auf Seite 8 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
