Frauen in den Wechseljahren – Ein sensibles Beratungsthema

Frauen in den Wechseljahren leiden mehr oder weniger heftig unter den verschiedensten Beschwerden. Kommen sie ratsuchend in die Offizin, sollten Apotheker und PTA zunächst umfassend über pflanzliche Behandlungsmöglichkeiten informieren. Aber auch die Vor- und Nachteile, Risiken und überzogene Ängste im Zusammenhang mit einer Hormontherapie sollten angesprochen werden. Hintergrundinformationen liefert eine neue Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Frau Bach, Stammkundin, Anfang 50, betritt die Apotheke und steuert geradewegs auf die Apothekeninhaberin, Frau Stamm, zu. „Guten Tag, heute brauche ich Ihren fachkundigen Rat. Ich komme gerade von meinem Frauenarzt – die jährliche Vorsorgeuntersuchung war fällig – und er wollte mir gegen meine Beschwerden Hormone verschreiben. Das möchte ich aber auf keinen Fall. Was kann ich denn sonst noch tun?“

Frau Stamm erkundigt sich: „Frau Bach, wie machen sich denn Ihre Beschwerden bemerkbar?“ „Ich glaube, das sind die Wechseljahre, die sich bei mir melden: Ich bekomme ab und zu Hitzewallungen, bin manchmal auch gereizter oder empfindlicher als früher und …“ – Frau Bach beugt sich über den HV-Tisch und senkt die Stimme – „das Zusammensein mit meinem Mann wird problematischer, weil meine Haut im Intimbereich trockener geworden ist.“

„Wenn all diese Beschwerden noch nicht gravierend sind“, antwortet die Apothekerin, „und Sie keine Hormone möchten, so lohnt sich gegen die Hitzewallungen ein Versuch mit einer pflanzlichen Alternative.“ Und die Apothekerin fügt noch verstärkend hinzu: „Einige unserer Kundinnen haben damit durchaus Erfolg. Haben Sie selbst schon etwas unternommen?“ Die Kundin verneint die Frage.

Die Empfehlung
Frau Stamm checkt in der Kundendatenbank die Medikation der Kundin auf Krebs-, Leber- und Gallenerkrankungen und empfiehlt ihr folgendes: „Ich habe etwas Spezielles für Sie zusammengestellt und erkläre Ihnen jetzt, was Sie gezielt gegen Ihre Beschwerden tun können.

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Gegen Ihre Hitzewallungen nehmen Sie am besten dieses pflanzliche Arzneimittel mit einem Extrakt aus der Traubensilberkerze. Es kann einige Wochen dauern, bis Sie die volle Wirkung spüren. Sie fühlen sich dann wieder wohl in Ihrer Haut. Für eine ausgeglichenere Stimmung und damit Sie leistungsfähig bleiben, nehmen Sie bitte dieses homöopathische Arzneimittel aus Passionsblume, Hafer und Baldrian.

Und damit die empfindliche Haut im Intimbereich befeuchtet und gleitfähig wird, ist dieses völlig reizfreie Gel, das speziell für diese Körperzone entwickelt wurde, hervorragend geeignet.“

Dr. Lieselotte Hartmann | l.hartmann@redline-seminare.de

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 01/2010 auf Seite 25 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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