Gute Gesamtentwicklung im November: Nass-kaltes Wetter lässt die Kassen klingeln
Nach einigen Monaten der Stagnation beziehungsweise sogar zurückgehender Umsätze zeigten sowohl der Monat Oktober als auch der November ein deutliches Plus gegenüber den Vorjahresmonaten. Dieses erfreuliche Ergebnis lässt sich sowohl im Bereich der Selbstmedikation als auch bei den Verordnungen feststellen. Grund dafür ist einmal mehr das ungemütliche Wetter, das im November die Nachfrage nach Expektoranzien sowie Mitteln gegen Halsschmerzen, Schnupfen und Grippe deutlich steigen ließ.
Der positive Trend im Monat Oktober, in dem mit rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimitteln in der Apotheke knapp vier Prozent mehr umgesetzt wurde als im Vorjahr, setzte sich im Untersuchungszeitraum fort.
Im November 2009 lag der Umsatz für OTC-Produkte in der Offizin um neun Prozent über Vorjahr, und auch der Versandhandel legte im November, wie auch schon in den Monaten Juli bis Oktober weiter deutlich zu. Er erreichte ein Plus von über 20 Prozentpunkten gegenüber November 2008. Insgesamt entspricht das einem Wachstum von zehn Prozentpunkten.
Betrachtet man das abgeschlossene Jahr in seiner Gesamtheit über die zurückliegenden elf Monate, so ergibt sich für den OTC-Markt ein Plus von zwei Prozent gegenüber 2008. Dabei kann die Offizin, und das war im Monat Oktober noch nicht abzusehen, den Umsatz des Vorjahres halten, und der Versandhandel wächst nach wie vor sehr deutlich.
Damit, so die Forscher (Datenquelle Text und Infoboxen: IMS OTC® Report/IMS® GesundheitsMittelStudie (GMS) Apotheke), setzt sich der Trend der letzten Monate, nämlich die Verschiebung der Nachfrage von der Standortapotheke in den Versandhandel weiter fort.
Vor allem bei regelmäßig benötigten und im Voraus zu beschaffenden Arzneimitteln bedienen sich die Kunden nach wie vor und mit steigender Tendenz des bequemen und zum Teil preiswerteren Internethandels.
Viele OTC-Segmente mit deutlichem Plus
Sowohl die Selbstmedikation als auch die Verordnungen erreichen im November ein klares Plus gegenüber dem Vormonat. In der kumulierten Betrachtung verlieren die Verordnungen an Umsatz, während die Selbstmedikation um knapp drei Prozentpunkte zulegen kann.
Die gute Umsatzentwicklung im OTC-Markt wird getragen durch ein deutliches Umsatzplus von über 20 Prozent im Erkältungsmarkt, einem Plus von gut 30 Prozent im Markt der Tonika, Geriatrika, Melissengeist und Immunstimulanzien sowie einem Zuwachs von 18 Prozent im Markt der Hautmittel. Aber auch andere Warengruppen wie der Schmerzmittelmarkt, Produkte für Magen und Verdauung sowie Ohrenpräparate erreichen im November ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 01/2010 auf Seite 30 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
