Mitarbeitersuche: Was das Internet über Mitarbeiter verrät

Die Suche nach neuen Mitarbeitern ist nicht einfach: Sie müssen die geforderten Qualifikationen mitbringen und ins Team passen. Viele Bewerbungsunterlagen klingen vielversprechend – doch wer steckt wirklich hinter der Person? Um das herauszufinden, können Apotheker das Orakel Internet befragen, um mehr über potenzielle Mitarbeiter zu erfahren.

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Stellenanzeigen zu schalten, kostet Geld und das Sichten der Bewerbungsunterlagen und die anschließenden Vorstellungsgespräche jede Menge Zeit.

Trotzdem lohnt es sich, Zeit in die Personalsuche zu investieren und genau hinzusehen, denn schließlich soll ja der passende Kandidat gefunden werden – ob vom Apotheker selbst oder einem beauftragten Dienstleistungsunternehmen.

In Zeiten des Internet eröffnen sich Chefs oder Personaldienstleistern ganz neue Möglichkeiten, mehr über potenzielle neue Mitarbeiter zu erfahren. Und das dort Gefundene wird bestimmt nicht in der Bewerbung stehen.

Laut einer vom Bundesministerium für Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen Umfrage des Instituts Dimap unter 500 Unternehmen, erschienen im August 2009, nutzen 28 Prozent der Unternehmen das Internet für die Auswahl von Bewerbern. Ein Viertel der Firmen gibt an, dass Bewerber wegen negativer Informationen aus dem Netz nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden.

Informationsquelle Internet

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Firmenchefs haben verschiedene Möglichkeiten, im Internet an Informationen zu gelangen. Die einfachste Variante und der beste Einstieg ist die Eingabe des kompletten Namens des Bewerbers bei Google. Etwas mehr Selektionsaufwand der Ergebnisse ist bei häufig vorkommenden Namen wie Müller oder Schmidt nötig. Daher empfiehlt es sich, noch Zusätze wie den Geburts- oder aktuellen Wohnort zum Namen einzugeben.

Bei den Ergebnissen erscheinen dann die verschiedenen Quellen: Personensuchmaschinen und -datenbanken, soziale Netzwerke, eigene Homepages oder Bilder- und Videoplattformen.

Wichtig: Reputationsmanagement
Personensuchmaschinen tragen alle öffentlich verfügbaren Informationen und Suchergebnisse zu einem Namen auf einer Website zusammen. Dafür greifen sie auf Ergebnisse von Suchmaschinen wie Google oder Yahoo, auf Profilseiten von Social Networks, auf Texte, Bilder oder sonstige Daten, wie Medienberichte oder Forenbeiträge, zurück.

Hier findet der Suchende alles auf einen Blick und kann sich dann durch die verschiedenen Ergebnisse klicken. Bekannte Personensuchmaschinen sind Yasni, 123People, Pipl oder Wink.

Alexandra Schramm | schramm@mbmed.de

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 01/2010 auf Seite 34 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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