Heuschnupfen: Den Pollen ein Schnippchen schlagen
Dem Frühjahr sehen Allergiker meist mit gemischten Gefühlen entgegen: Tränende Augen, eine laufende Nase und Niesanfälle machen jeden Anflug von Frühlingsgefühlen zunichte. Eine Aktion zeigt diesen Kunden, was sie gegen ihre Symptome tun können und belegt zugleich einmal mehr die Rolle der Apotheke als beratungsaktiver Dienstleister.
Die Zielgruppe, die eine Apotheke mit einer Aktion zum Thema Heuschnupfen erreichen kann, ist ebenso groß wie vielschichtig: Dazu gehören zunächst jene Kunden, die unter Heuschnupfen leiden, sich dessen bewusst sind und zu entsprechenden Arzneimitteln greifen. Darüber hinaus lassen sich damit aber auch Kunden ansprechen, die zwar unter Heuschnupfensymptomen leiden, aber bislang nichts dagegen tun – aus Unkenntnis darüber, welche Möglichkeiten es hier gibt, weil sie keinen besonders hohen Leidensdruck haben oder weil sie ihre Allergiesymptome als Erkältung deuten.
Beispielsweise sind Kunden, die über eine häufig verstopfte Nase klagen oder regelmäßig abschwellendes Nasenspray kaufen, eine wichtige Zielgruppe für diese Aktion: Ihnen kann das Team mit dem Hinweis weiterhelfen, einen Allergologen aufzusuchen; zugleich kann es diese Kunden bereits im Vorfeld über das Thema Pollenallergie informieren und darüber, was jeder selbst gegen seine Beschwerden tun kann.
Willkommener Nebeneffekt für die Apotheke: Profiliert sich das Apothekenteam als kompetent und zuvorkommend, bestehen gute Chancen, dass die Kunden auch zu anderen Problemen in der Apotheke um Rat fragen – und zu Stammkunden werden.
Bausteine der Aktion
Beratungskompetenz ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Aktion erfolgreich verläuft. Deshalb sollte sich das ganze Team vor der Aktion ausgiebig mit dem Thema beschäftigen. Weitere wichtige Bausteine der Aktion sind das Bevorraten mit und die Präsentation von Produkten gegen Heuschnupfen, sind Zusatztipps, die mittels Handzettel oder Broschüren an die Kunden weitergegeben werden und natürlich Marketingmaßnahmen, die die Produkte und Aktivitäten in ihren Blickwinkel rücken.
Das Sortiment: mehr als Arzneimittel
Wichtiger Baustein ist eine entsprechend bestückte Sichtwahl. Hier empfiehlt es sich, möglichst viele unterschiedliche Produkte zu zeigen, damit für jeden Patienten das passende Medikament bereitsteht: Während manche Betroffene die abendliche Einnahme von Tabletten bevorzugen, kommen andere besser mit einem antiallergischen Nasenspray zurecht, das schnell wirkt und nur bei Bedarf eingesetzt wird, und wieder andere bauen auf homöopathische Produkte.
Verschreibungspflichtige Arzneimittel können durchaus das Sortiment ergänzen: Auch wenn die Apotheke diese nicht zur Selbstmedikation abgeben kann – nicht bei jedem Allergiker reichen die freiverkäuflichen Mittel aus. Mit der Präsentation bekommen die Kunden jedoch bereits einen Eindruck davon, was der Allergologe ihnen verschreiben könnte – und können sich bereits dazu beraten lassen.
Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer.com)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 02/2010 auf Seite 22 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
