Finanzen: Wege in die finanzielle Unabhängigkeit
In Krisenzeiten scheint das Ziel, finanziell unabhängig leben zu können, in weite Ferne zu rücken. Dennoch gilt nach wie vor: Wie der Weg zur „finanziellen Freiheit“ aussieht, hängt in hohem Maße von den individuellen Ansprüchen ab. Unser Autor zeigt, welche Wege sich hier gehen lassen.
Manch einer ist mit wenig zufrieden: Ihm genügt ein kleineres Vermögen, welches freilich weniger Puffer gegenüber den Unwägbarkeiten des Lebens aufweist.
Eine weitere Variante dafür, auch ohne ein Millionenvermögen finanziell unabhängig zu sein, besteht darin, den Lebensmittelpunkt in die günstigeren Regionen dieser Welt zu verlegen: Was hierzulande Sozialhilfeniveau bedeutet, reicht andernorts zu einem sehr komfortablen Leben.
„Ich bin dann mal weg“
Kulturelle, politische und auch gesundheitliche Erwägungen werden bei einer Entscheidung, den Lebensmittelpunkt in die Ferne zu verlegen, eine wesentliche Rolle spielen. Darüber hinaus jedoch ist es wichtig, nicht den Fehler zu begehen, den Status quo einfach fortzuschreiben.
Viele Schwellen- oder Entwicklungsländer mit einem heute noch niedrigen Preisniveau zeigen enorme Steigerungsraten im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und in der Folge auch der Lebenshaltungskosten. In attraktiven Übersee-Ländern steigen die als Indikator ganz gut geeigneten Grundstückspreise bisweilen um 20 oder 30 Prozent und mehr pro Jahr – ganz im Gegensatz zur jetzigen „Immobilienkrise“ in einigen Industrieländern.
Ein „Privatier“ ist von dieser Entwicklung jedoch weitgehend abgekoppelt, seine Finanzerträge bewegen sich in überschaubaren Bahnen, die hinter der Preisentwicklung im Gastland bisweilen dramatisch zurückbleiben können. Der relative Wohlstand schmilzt damit wie Schnee in der Sonne, und die Finanzplanung ist Makulatur (im Übrigen gilt dies auch im Inland, falls sich hier die Schere zwischen Preisentwicklung und möglicher Realverzinsung weiter öffnen sollte).
Nicht wenige müssen dann „abgebrannt“ wieder den Rückzug in die Heimat antreten. Eine Alternative wäre natürlich, sich wieder unternehmerisch zu betätigen und insoweit an der allgemeinen Entwicklung teilzuhaben. Doch dann ist es vorbei mit der Unabhängigkeit und Freiheit …
Drei Strategien
Im Prinzip gibt es drei Strategien, die kombiniert werden können: Reicharbeiten, Reichsparen, Reichverdienen.
Dr. Reinhard Herzog (heilpharm.andmore@t-online.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 02/2010 auf Seite 38 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
