Dynamische Entwicklung im Versandhandel
Der OTC-Markt schließt das abgelaufene Jahr 2009 insgesamt mit einem leichten Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis ab. Verantwortlich dafür sind vor allem die beiden großen Teilmärkte der Erkältungs- und Schmerzmittel. Eine weitere wichtige Entwicklung in der Gesamtschau ist die Verschiebung der Nachfrage aus der Standortoffizin hin zum Versandhandel. Diese lässt sich durchgängig über die letzten Jahre hinweg beobachten.
Hatte sich sowohl im Monat Oktober als auch im Monat November des abgelaufenen Jahres ein positiver Trend im Umsatz mit rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimitteln in der Apotheke beobachten lassen, so setzte sich die positive Entwicklung im Dezember nicht fort.
Im letzten Monat des Jahres lag der Umsatz mit OTC-Produkten in der Offizin knapp fünf Prozentpunkte unter dem des Vorjahres. Zwar nahm der Versandhandel im Dezember mit gut 15 Prozentpunkten weiter zu; allerdings lag die Zuwachsrate damit deutlich unter den Wachstumsraten der Vormonate. Diese hatten in den Monaten davor bei 20 bis 30 Prozentpunkten gelegen.
Insgesamt leicht positives Ergebnis
In der Gesamtbetrachtung des vergangenen Jahres schließt der OTC-Markt mit einem Umsatzplus von einem Prozent leicht über Vorjahr ab, und auch der Absatz liegt rund ein Prozent über Vorjahr. Alles in allem ist nach Erkenntnissen der Marktforscher weiterhin eine sehr dynamische Entwicklung im Versandhandel zu beobachten.
Die Offizin kann in der Überblickbetrachtung den Umsatz des Vorjahrs nicht halten, sondern verliert einen guten Prozentpunkt; der Versandhandel entwickelt sich mit einem Plus von knapp 30 Prozent wie in den Vorjahren rasant.
Trotz eines sehr guten Ergebnisses von über 640 Millionen Euro lag der Umsatz mit Arznei- und Nichtarzneimitteln im Dezember 4,5 Prozentpunkte unter Vorjahr. Grund, so die Marktforscher, ist der hohe Basiseffekt aus dem Jahr davor. Denn 2008 hatte nach einem sehr milden November der Kälteeinbruch im Weihnachtsmonat zu einem sehr hohen Anstieg im Verkauf der Erkältungsprodukte geführt.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 02/2010 auf Seite 28 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
