Wichtiger Beratungsfall in der Apotheke: Winterpflege für beanspruchte Haut

In eisigkalter Winterluft, in gut beheizten und dadurch trockenen Büro- und Wohnräumen und zudem im fortgeschrittenen Lebensalter hat die Haut es schwer, gesund zu bleiben und den Einflussfaktoren von außen wie den körperlichen Veränderungen zu trotzen. Hilfe bieten (Kosmetik-)Produkte aus der Apotheke, die die schädlichen Wetterbedingungen sowie hormonelle Veränderungen bei Frauen ausgleichen können. Hier tut sich für Apotheker und PTA ein dankbares Beratungsfeld auf.

© Robert Knetschke / fotolia.com

Frau Schneider, Mitte 50, Stammkundin, kommt stirnrunzelnd auf Frau Laabs, PTA, zu und klagt: „Ich brauche jetzt mal eine gute Beratung von Ihnen. Ich bin mit meiner Haut überhaupt nicht mehr zufrieden. An den Ellbogen ist die Haut ganz rau, an den Schienbeinen schuppt sie sich und juckt, die Fersen sind rissig und zu allem Unglück sieht meine Haut im Gesicht grau aus und spannt noch dazu. Ich habe das Gefühl, ich benötige dringend eine Generalüberholung.“

Frau Laabs hört der Kundin aufmerksam zu und antwortet: „Frau Schneider, dieser lange und teilweise harte Winter ist für jede Haut eine Herausforderung. Sie sind nicht allein mit Ihren Beschwerden. Kalte Luft ist viel trockener als warme und entzieht der Haut Feuchtigkeit.“ 

Frau Laabs fährt fort: „Zudem stellt der Körper ab acht Grad Celsius seine Talgproduktion ein, und weil ein Mensch bei Kälte auch weniger schwitzt, kommt weniger Wasser an der Oberhaut an. So kommt der Fett- und Wasserhaushalt leicht aus dem Gleichgewicht. Wind, Kälte und Heizungsluft haben leichtes Spiel und trocknen jetzt vor allem die Hautstellen aus, die nicht durch Kleidung geschützt werden – vor allem Gesicht, Lippen, Hände, außerdem Arme und Beine, da hier wenig Talgdrüsen sitzen.

Zudem gelingt es der Haut ab 30 generell immer weniger, ausreichend Feuchtigkeit und Fett zur Verfügung zu stellen. Das hängt mit der nachlassenden Hormonproduktion bei uns Frauen zusammen“.

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Die Empfehlung
Die PTA weiter: „Für den Winter benötigen Sie reichhaltige Produkte, die in der Lage sind, die Haut sehr gut zu schützen. Ich stelle Ihnen etwas Spezielles zusammen und Sie überlegen, was Sie davon anwenden möchten.“

Frau Laabs empfiehlt der Kundin eine Gesichtspflege für reife Haut mit hohem Fettgehalt, einen Lippenpflegestift, eine Körperpflege mit Harnstoff und für die Füße eine Schrundensalbe. „Sie werden sehen, Ihre Beschwerden werden verschwinden, Ihre Haut wird bei regelmäßiger Anwendung wieder an Spannkraft und Elastizität gewinnen und gepflegt und geschmeidig sein. Ist das etwas für Sie?“

Die Kundin entscheidet sich für das Körperpflegeprodukt und die Schrundensalbe. Frau Laabs gibt ihr zum Abschied noch eine Probe einer Reinigungscreme mit – und erklärt: „Die empfindliche Gesichtshaut verträgt im Winter Seife besonders schlecht.“

Dr. Lieselotte Hartmann (l.hartmann@redline-seminare.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 03/2010 auf Seite 22 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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