Einziger Lichtblick: Mittel zum Abnehmen
Nachdem der OTC-Markt das abgelaufene Jahr 2009 insgesamt mit einem leichten Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis abgeschlossen hatte, war der Start ins neue Jahr enttäuschend: Umsatz und Absatz lagen im Januar in nahezu allen Teilmärkten im deutlich zweistelligen Minusbereich. Positiv hervorzuheben sind fast ausschließlich die Produkte zur Gewichtsabnahme, die ihrer steigenden Bedeutung wegen in die OTC-Kategorien aufgenommen wurden.
Ins neue Jahr ist der OTC-Markt mit erheblichen Umsatz- und Absatzeinbußen gestartet, wie die Marktforscher feststellen. Umsatz und Absatz lagen im Januar 2010 deutlich zweistellig im Minusbereich.
So brach das Offizingeschäft mit minus 15 Prozent im Umsatz und mit minus 19 Prozent im Absatz ein.
Der Versandhandel, der im vergangenen Jahr insgesamt ein deutliches Wachstum um knapp 30 Prozent aufwies, verzeichnete zwar auch im Januar eine positive Entwicklung. Bei einer Absatzsteigerung von rund 30 Prozent ist der Umsatz jedoch nur um 17 Prozentpunkte gestiegen.
Sinkende Preise drücken das Ergebnis
In nicht wenigen OTC-Teilmärkten zeigen die Preise einen deutlichen Abwärtstrend. Dazu gehören u. a. die Bereiche Erkältung und Schmerzmittel – traditionell sehr häufig im Versandhandel nachgefragt: Dort liegt der Durchschnittspreis nach Auskunft der Spezialisten bei dieser Form der Auslieferung im Januar rund zehn Prozent unter dem Vorjahr.
Im Vergleich dazu gingen die Preise für Erkältungsmittel in der standortgebundenen Apotheke nur um etwa zwei Prozentpunkte zurück, für Schmerzmittel stiegen sie in der Offizin sogar leicht (drei Prozentpunkte). Auch im Jahr 2010 setzt sich dabei der Trend zur Selbstmedikation und der weitere Rückgang der Verordnungen bei den OTC-Produkten fort.
Die unerfreuliche Entwicklung im ersten Monat des Jahres basiert nach Auskunft der Marktforscher zum einen auf dem Kalendereffekt: Im Vergleich zu 2009 gab es einen Arbeits- und damit Einkaufstag weniger.
Auch musste sich der Umsatzbringer Erkältungsmarkt gegen einen „Jahrhundert“-Januar im Vorjahr behaupten. Denn vor einem Jahr war der Erkältungsmarkt mit einem Plus von 26 Prozent im Umsatz und einem Plus von 36 Prozent im Absatz geradezu explodiert. Dieses hohe Niveau konnte der Januar 2010 nicht halten.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 03/2010 auf Seite 28 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
