Tipps vom Kollegen: Teamkonflikte
Apotheke ist bekanntlich nicht gleich Apotheke, dafür sorgen bereits Standort und Umfeld. APOTHEKE + MARKETING trägt dem Rechnung. Und lässt in jeder Ausgabe Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen, die eine Land-Apotheke, eine City-Apotheke oder eine Apotheke in einem Ärztehaus betreiben – mit Praxistipps von der Basis.
Das bewegt die City-Apotheke
Teamkonflikte
Im Ernstfall den Mediator holen
In keiner Apotheke ist für die Mitarbeiter die Welt 365 Tage lang heil. Gerade in großen City-Apotheken kommt es bei einer Vielzahl von Kollegen und Kolleginnen gelegentlich zu Streitigkeiten. Konflikte unter Mitarbeitern schlagen sich direkt in der Bilanz nieder – vor allem im Gewinn. Wer im Beratungsgespräch mit einem Kunden innerlich noch den Streit mit der Kollegin verarbeitet, kann kaum überzeugend und erfolgreich sein.
Aus Chefsicht bieten sich zwei Lösungswege an: selbst eingreifen und den Streit entschärfen oder externe Hilfe holen. Im ersten Fall besteht die Gefahr, sich auf die Seite eines Kontrahenten zu schlagen und damit parteiisch zu sein. Das kann zur inneren Kündigung des anderen Konfliktbeteiligten führen.
Ist die Situation richtig verfahren, kann nur ein externer Mediator als Friedenstifter helfen. Wirtschaftsmediatoren bearbeiten innerbetriebliche Konflikte mit allen Beteiligten auf neutralem Boden und treffen eine für alle gültige Vereinbarung darüber, wie man in Zukunft weiter zusammenarbeiten möchte.
Oftmals werden Mediatoren auch getarnt als Unternehmensberater oder als Coach eingesetzt. Allerdings: Die Berufsbezeichnung Mediator oder Coach ist gesetzlich nicht geschützt. Zertifizierte Mediatoren erreicht man über den Bundesverband für Mediation in Kassel (www.bmev.de).
Die Praxistipps zur City-Apotheke stammen von Detlef Steinweg aus Nordrhein-Westfalen.
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2010 auf Seite 42 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
