Jahresanfangstief setzt sich fort
Wer nach dem leichten Plus, mit dem der OTC-Markt das Jahr 2009 insgesamt abgeschlossen hatte, nun geglaubt hat, das Jahr 2010 werde mit weiteren positiven Ergebnissen aufwarten, sieht sich zunächst einmal getäuscht: Sowohl im Januar als auch im Februar lagen Umsatz und Absatz in fast allen Teilmärkten deutlich im Minusbereich. Positiv von sich reden machten fast ausschließlich Produkte zur Gewichtsabnahme sowie Hautmittel und Augenpräparate.
Nachdem der OTC-Markt den ersten Monat des neuen Jahres mit enttäuschendem Ergebnis abgeschlossen hatte (Umsatz und Absatz lagen im Januar in nahezu allen Teilmärkten im deutlich zweistelligen Minusbereich), blickten die Marktforscher Ende Februar mit besonderer Spannung auf das Ergebnis der ersten acht Wochen des Jahres.
Und die geben wenig Anlass zur Freude: Addiert weisen Januar und Februar 2010 ein Minus von acht Prozentpunkten auf. In der Offizin ging der Umsatz sogar um fast zehn Prozentpunkte gegenüber dem Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr zurück. Als Ursachen für den schwachen Start ins neue Jahr sehen die Forscher vor allem die hohe Ausgangsbasis des Vorjahres.
Januar und Februar 2009 waren extrem starke Erkältungszeiten. In beiden Monaten konnten Erkältungsprodukte einschließlich der Immunstimulanzien und Vitaminprodukte ein Wachstum von 20 bis 30 Prozent realisieren. Die ersten beiden Monate im laufenden Jahr waren hingegen ganz gewöhnliche „Durchschnittsmonate“. Erkältungsprodukte und deren Hersteller hatten somit deutliche Umsatzeinbrüche gegenüber den Vergleichsmonaten hinzunehmen.
Auch der Versandhandel wächst langsamer
Zwar legte der Versandhandel mit einem Plus von 13 Prozentpunkten in den Monaten sich allein genommen war der Umsatzrückgang im Versandhandel im Februar nicht ganz so stark wie der Januar, doch ließ sich das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Januar und Februar immer noch deutlich zu. Die Zuwachsraten lagen aber deutlich unter denen des Vorjahres.
Redaktion
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2010 auf Seite 28 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
