Das „Venensortiment“ macht Mode
Im Venensortiment tut sich was: Die Hersteller von Stütz- und Kompressionsstrümpfen bzw. -strumpfhosen setzen nicht nur auf Funktionalität, sondern zunehmen auf Mode und Tragekomfort. Und bieten der Apotheke die Chance, ergänzt durch weitere Empfehlungen und zusammen mit fundierter Beratung Kundinnen und Kunden mit Venenproblemen noch stärker an sich zu binden.
„Vorläufer“ sind auch die Sportler: Kompressionsstrümpfe halten zunehmend Einzug in die Sportstadien – und rücken damit den Gesundheitsund Wohlfühleffekt, den Sportlerinnen und Sportler diesen Strümpfen zuschreiben, immer stärker auch in das allgemeine Bewusstsein.
Dafür sorgt auch die Werbung der Hersteller von Stütz- und Kompressionsstrümpfen: Mehr und mehr setzt sie nicht nur auf die Themen Wohlbefinden und Gesundheit, sondern darüber hinaus auch auf Jugendlichkeit und spricht so die Zielgruppe für die Venenberatung zeitgemäß an.
Vielzahl von Betroffenen
Experten halten dies auch für dringend notwendig. Denn spätestens seit der Veröffentlichung der Bonner Venenstudie im Juni 2003 haben Venenprobleme einen Status als Volksleiden. Neun von zehn erwachsenen Deutschen zeigen demnach Veränderungen in ihrem Venensystem. Oder anders ausgedrückt: Lediglich zehn Prozent der erwachsenen Durchschnittsbevölkerung zwischen 18 und 79 Jahre haben keinerlei Veränderungen im Venenbereich.
Besonders in den warmen Monaten macht eine Venenschwäche den Betroffenen Probleme und richtet ihren Blick auf das Angebot der Apotheke. Das kann sich mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Denn die Hersteller bieten inzwischen eine breite Palette modischer Farben, Strümpfe in transparenter Optik oder auch mit schmückendem Beiwerk.
„Klimatisierte“ Strümpfe sowie An- und Ausziehhilfen erhöhen den Tragekomfort bzw. die Anwendung. Die Beratung rund um Venenprobleme ist ein Standbein der Apothekenaktivitäten, unerlässlich sind darüber hinaus gezielte Verkaufsförderung und moderne Kundenansprache. Nachfrageimpulse setzen das Schaufenster, Plakate in der Offizin, Handzettel oder Vorträge.
Eine optimierte Sicht- sowie Freiwahl sprechen die Kunden direkt am PoS an. Dazu gehört neben einer Platzierung der Impulsartikel „Strümpfe und Strumpfhosen“ im Freiwahlbereich nahe des HV-Tisches auch die „prominente“ Platzierung von Venenpräparaten in der Sichtwahl.
Gabi Kannamüller (am-redaktion@springer.com)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2010 auf Seite 30 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
