Blickfang Bildschirm: Mit Apotheken-TV den Umsatz steigern

Bewegte Bilder ziehen Blicke an. Apotheken-TV macht sich diese Erkenntnis zunutze und setzt sie gezielt um: Gerade in der Offizin können Apotheker damit entscheidende Kaufanreize setzen. Dank moderner Technik lassen sich die Programme sogar auf den jeweiligen Kunden zuschneiden, der gerade an der Kasse steht. Unser Autor gibt einen Überblick über den Markt und durchleuchtet verschiedene Angebote.

© jeremias münch / fotolia.com (+ S. 4)

Mittlerweile sind sie immer häufiger zu sehen: Fernseher und Monitore, die in Straßenbahnen, Einkaufszentren und in diversen Kneipen Reisende, Passanten und Kunden informieren.

Die Tatsache, dass bewegte Bilder Blicke anziehen, lässt sich auch in Apotheken umsetzen. Denn ein Werbeplakat an der Wand findet deutlich weniger Beachtung als ein Bildschirm, über den kurze Spots ausgestrahlt werden.


Das Prinzip Apotheken-TV

Doch Apotheken-TV bedeutet nicht, dass in der Offizin ein Fernseher aufgestellt wird und dort durchgehend ARD und ZDF laufen. Auch Dauerwerbesender würden die Kunden – und vor allem die Mitarbeiter – vermutlich nach einiger Zeit an die Grenze ihrer Geduld bringen.

Spezielle Anbieter von Apotheken-Fernsehen dagegen schneiden die Programme möglichst genau auf die Kundschaft zu; gesendet wird über Monitore, die in der Offizin aufgestellt oder an den Wänden über den Regalen befestigt werden. Während die Kunden sich im Verkaufsraum aufhalten – beispielsweise wenn sie in der Schlange warten oder wenn Mitarbeiter ihnen gerade Medikamente aus dem Lager holen – können sie sich kurze Filme auf den Bildschirmen ansehen.

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Das sind Werbespots für OTC-Produkte, kurze Gesundheitsnews oder Informationen zum Pollenflug, zu Grippeimpfungen und ähnlichem. Die Apotheken haben auch die Möglichkeit, sich selbst darzustellen, etwa über Bilder des Apothekenteams, das Firmenlogo, Hinweise auf Rabattaktionen oder eine Ankündigung zum Tag der offenen Tür.

Studie: Kunden begrüßen Infos via Monitor
Bei den Kunden kommt die Information via Monitor gut an. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie des Instituts für Handelsforschung (IfH) der Universität Köln in Zusammenarbeit mit einem Anbieter von Apotheken-Fernsehen (Meditec GmbH). Der Studie aus dem Jahr 2009 zufolge kann Apotheken-TV dazu beitragen, die gefühlte Wartezeit zu verkürzen, Informationen rund um Arzneimittel zu vermitteln und die Atmosphäre in der Apotheke aufzuwerten.

Wie stark die einzelnen Aspekte wirken, hängt besonders von den Inhalten ab. Informationen, die sich direkt auf die jeweilige Apotheke beziehen, haben von den Kunden die besten Noten erhalten, etwa wenn es um besondere Dienstleistungen oder Rabattaktionen geht. Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben hingegen am schlechtesten abgeschnitten.

Sebastian Schnabel (schnabel@mbmed.de)

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 04/2010 auf Seite 8 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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