Regen hilft Allergikern

Vor allem Neueinführungen sind es, die im April einen noch größeren Umsatzeinbruch im OTC-Markt verhindern. In erster Linie geben ein Produkt zur Gewichtsreduktion und eines zur Behandlung von Nagelpilz Impulse, während viele andere Produktgruppen Einbußen hinnehmen müssen. So sorgte vor allem der schwache Erkältungsmarkt dafür, dass der OTC-Markt ein Minus von drei Prozentpunkten zu verzeichnen hat. Dabei ist ausschließlich die Offizin, nicht der Versandhandel betroffen.

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Hatte der Frühlingsmonat März nach den eher enttäuschenden Monaten Januar und Februar mit einem Umsatzplus von drei Prozentpunkten für einen leichten Lichtblick im OTC-Markt gesorgt, mussten die Apotheken im April wieder einen Umsatzrückganz von insgesamt drei Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr hinnehmen.

Dabei zeigt sich das gleiche Bild wie schon in den Monaten zuvor: Die Umsätze der Standortapotheken gehen zurück (aktuell minus 4,1 Prozent gegenüber April 2009), der Versandhandel nimmt zu (plus 8,9 Prozent gegenüber April 2010), wenn auch nicht mehr in so rasantem Maße wie in vergangenen Zeiträumen.

Versandhandel wächst in Menge und Wert
Unverändert positiv entwickelt sich nach Angabe der Marktforscher der Versandhandel sowohl in der Menge der bestellten Packungen als auch in deren Wert. Dabei, so die Experten, fällt das Absatzplus deutlich höher aus als das Umsatzplus.

Zwar seien nach wie vor hoch preisige Produkte und dabei vor allem Großpackungen weiterhin besonders wichtig für den Versandhandel, da die Ersparnis für die Verbraucher hier am höchsten sei. Denn immer noch wird vor allem von chronisch Kranken und Kunden, die bestimmte Produkte, zum Beispiel Schmerzmittel, „auf Vorrat“ kaufen, im Versandhandel bestellt.

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Doch werden zunehmend auch preisgünstigere Produkte auf diesem Wege bezogen. In der kumulierten Betrachtung über die ersten vier Monate des Jahres zeigt sich von Januar bis April 2010 ebenfalls ein Minus – von rund vier Prozent. Auch hier ist nur die Offizin, nicht aber der Versandhandel betrogen.

Schlechtes Wetter „dämpft“ Heuschnupfen
Eine wesentliche Ursache für den Rückgang im OTC-Markt sehen die Forscher im Minus von 12,5 Prozent im Erkältungsmarkt, der auch im Monat April für sich genommen mit minus 6,6 Prozent einen überproportionalen Verlust aufweist.

Redaktion

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 06/2010 auf Seite 30 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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