Apotheken zeigen „Reisekompetenz“

Geht es darum, die Reiseapotheke optimal zu bestücken, sind die Deutschen eher nachlässig. So das Fazit einer aktuellen Umfrage. Apotheken können diese Versorgungslücke schließen, indem sie gerade in den kommenden Wochen ihre Kunden individuell auf deren Bedürfnisse ausgerichtet beraten. Übrigens: Imagegewinn und Umsatzplus für die Apotheke gibt es praktisch gratis dazu.

© Blazej Lyjak / fotolia.com

„Ich packe meinen Koffer“... – eine vollständige Reiseapotheke aber nehmen nur die wenigsten in den Urlaub mit. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

Demnach packen nur zwei von zehn Befragten für längere und weitere Reisen eine vollständige Reiseapotheke ein. Bei der deutlichen Mehrheit dagegen mangelt es an Verbandszeug und Medikamenten: Fast die Hälfte der Befragten nimmt lediglich Pflaster und ein bis zwei Medikamente mit, knapp jeder Vierte hat auf längeren Reisen nicht mal diese Basisausstattung dabei.

Kompetenz zeigen und Image gewinnen
Beratungsbedarf zur Reiseapotheke besteht also nach wie vor. Nicht nur, weil sich damit im Fall der Fälle akute Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Fieber oder Verletzungen rascher und problemloser beheben lassen, sondern auch deshalb, weil bestimmte Medikamente in manchen Ländern nicht erhältlich sind oder gar die Gefahr besteht, einer Fälschung aufzusitzen.

Wer sich in den kommenden Wochen rund um das Thema Reiseapotheke engagiert, wird deshalb mehrere Ziele zugleich erreichen: Profil als kompetenter Fachmann für Arzneimittel und Gesundheit, Imagegewinn und Kundenbindung durch kundenorientiertes Handeln sowie Umsatzsteigerung – nicht zuletzt im OTC-Bereich.

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Einige Beratungs- und Sortimentsbereiche stehen dabei – abgesehen von der generellen Ausstattung einer Reiseapotheke – im Vordergrund: die Impfberatung im Vorfeld, der Bedarf an und Umgang mit Arzneimitteln, die generelle Ausstattung der Reiseapotheke, Beratung zur Gesundheitsprophylaxe und Behandlung von Gesundheitsproblemen auf Reisen.

Beratung: so umfassend wie individuell
Wie intensiv Apotheker und PTA die genannten Bereiche bei den Kunden ansprechen, richtet sich nach deren Rahmenbedingungen: Reiseziel, Art der Reise sowie das Alter und ggf. Vorerkrankungen der Reisenden. Davon hängt ab, welche Prophylaxemaßnahmen (z. B. allgemeiner Impfschutz, Schutz vor Hepatitisviren, Malariaprophylaxe) der Kunde anwenden und wie der richtige Umgang mit Arzneimitteln aussehen sollte.

Gabi Kannamüller | am-redaktion@springer.com

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 06/2010 auf Seite 32 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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