Aus- und Umbau: Optimales Raumklima lässt die Kasse klingeln

Viele Faktoren beeinflussen das Raumklima in einer Apotheke. Schlechte Luft, unangenehme Kühle oder starke Hitze sind die größten Störfaktoren. Dennoch lassen sich die raumklimatischen Bedingungen verbessern. Unsere Autorin zeigt, wie dies möglich ist – und gibt zusätzlich Hintergrundinformationen darüber, welche Faktoren das Raumklima beeinflussen können.

© 2008 Jupiterimages

Ein optimales Raumklima trägt dazu bei, dass wir uns wohlfühlen. Es hält uns und unser Immunsystem gesund und steigert zugleich unser berufliches Leistungspotenzial.

„Im Besonderen wird das Raumklima durch das Zusammenwirken von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität und Luftbewegung bestimmt“, konkretisiert Robert Fröhler, Forschungsbereich Energienutzungsplan an der Technischen Universität München, Fakultät Architektur am Lehrstuhl für Bauklimatik und Haustechnik von Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hausladen.

Physikalische, biologische und chemische Faktoren können das Raumklima jedoch verändern. Dazu zählen beispielsweise Schadstoffe, die von Holz, Tapeten oder Farben ausgehen können. Zusätzlich sind es Staub, Zigarettenrauch, Bakterien und Gerüche, die die Luft qualität und auch den menschlichen Organismus beeinflussen.

Kommt dazu noch eine hohe Innenraumluftfeuchtigkeit, wie sie bei schlecht gedämmten Außenwänden und dichten Fenstern möglich ist, kann sich Schimmel bilden, der im schlimmsten Fall Allergien auslöst.

Der Luftqualität auf der Spur

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Die Belastung der Raumluft mit Schadstoff en oder Schimmelsporen lässt sich untersuchen. „Wir analysieren die Innenraumluft auf fl üchtige organische Verbindungen. Das erfolgt nach genormten Methoden bzw. nach den anerkannten Regeln der Technik“, schildert Christian Scherer, Gruppenleiter der Arbeitsgruppe „Chemie“ in der Abteilung BBH am Fraunhofer-Institut für Bauphysik.

Normen regeln die Messvorgänge
Festgelegt ist die Vorgehensweise in einer internationalen Normenserie. Die allgemeine Strategie der Probeentnahme ist in DIN EN ISO 16000-1 beschrieben. Für einzelne Substanzen oder Substanzgruppen wie Formaldehyd (DIN EN ISO 16000-2) oder flüchtige organische Verbindungen (DIN EN ISO 16000-5) existieren zusätzlich detailliertere Festlegungen, ebenso für schwer flüchtige Verbindungen wie z. B. Holzschutzmittel (PCP, Lindan) oder PCB.

Carmen Groschwitz | c.groschwitz@t-online.de

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 06/2010 auf Seite 34 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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