Pilzerkrankungen zum Thema machen

Wer sich mit den Marketingaktivitäten der Apotheke beim Thema „Pilzerkrankungen“ vor allem auf den Fußpilz konzentriert, vergibt Chancen für Profilierung und Umsatz. Denn obwohl Pilze nahezu überall auf dem Körper auftreten können, ist es Betroffenen oftmals unangenehm, von sich aus das Thema anzusprechen. Indem sie Beratungsimpulse setzen, können Apotheken hier die Hemmschwelle ihrer Kunden senken.

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Sandalen bringen sie im Sommer ans Licht: die deutlichen Zeichen für eine Fußpilzerkrankung oder einen Pilzbefall der Fußnägel. Abgesehen von den unangenehmen Begleiterscheinungen der Erkrankung kann allein die Optik für die Betroffenen Anstoß sein, sich in der Apotheke Rat zu suchen.

Dagegen quälen sich viele mit den Beschwerden, die Pilzerkrankungen in anderen Körperregionen bereiten können, weitaus länger herum: Auch wenn ihnen die Symptome „irgendwie bekannt“ vorkommen, überwiegt oftmals die Scheu, sich Rat und Hilfe zu holen. Eine Apotheke, die gezielt das Thema Pilzerkrankungen anspricht, baut betroffenen Kunden damit „Beratungsbrücken“.

Davon profitieren beide Seiten: Die Apotheke kann sich als Problemlöser präsentieren, sie zeigt Kompetenz im Arzneimittelbereich und festigt zudem durch individuelle und empathische Beratung die Kundenbindung. Dazu trägt auch die Information zu Ursache und Auslösern einer Pilzerkrankung bei. Sie macht deutlich, dass hier keineswegs Hygienemängel eine Rolle spielen und Pilzerkrankungen zudem möglichst rechtzeitig und vor allem gründlich behandelt werden sollten.

Hintergrundinformationen gehören zur Beratung
Die wichtigsten Auslöser von Pilzerkrankungen sind Dermatophyten sowie Hefepilze der Gattung Candida: Während Dermatophyten in hohem Maße für Infektionen von Haut, Haaren und Nägeln verantwortlich sind – sie nähren sich vom Keratin der Haut – lieben Hefepilze der Gattung Candida feuchte Umgebung und sind deshalb oftmals Auslöser von Vaginalpilz oder Mundsoor.

Was Pilzinfektionen jedoch tückisch macht, ist nicht nur die Tatsache, dass sie sehr ansteckend sind. Vielmehr können die Infektionen auch von einer Körperregion zur anderen wechseln.

Gabi Kannamüller | am-redaktion@springer.com

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07/2010 auf Seite 26 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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