Schnupfennasen sorgen für Umsatz

Ohne besondere Höhen und Tiefen verlief im Mai die Entwicklung des OTC-Marktes. Im Offizingeschäft wurde das Niveau des Vergleichsmonats im Vorjahr gehalten, während, wie schon in den vergangenen Monaten, der Versandhandel wieder um rund zehn Prozentpunkte zulegen konnte. Hier lässt sich zudem feststellen, dass langsam aber sicher eine Verschiebung von der regelmäßigen Bestellung hochpreisiger Produkte hin zum Erwerb preisgünstiger Generikaprodukte stattfindet.

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Vor allem die Neueinführungen hatten im Monat April einen noch größeren Umsatzeinbruch im OTC-Markt verhindert. Besonders ein Produkt zur Gewichtsreduktion und eines zur Behandlung von Nagelpilz gaben Impulse, während viele andere Produktgruppen Einbußen hinnehmen mussten.

Der Beobachtungszeitraum Mai nun erreichte, so die Marktforscher, insgesamt das Niveau des Vorjahres. Dabei blieben die standortgebundenen Apotheken ohne Absatzverluste, während der Versandhandel – genauso wie in den Vormonaten – wieder deutlich um rund zehn Prozentpunkte zulegen konnte. Hier ist eine nach wie vor steigende Tendenz zu konstatieren, wenn auch nicht mehr in so rasantem Maße wie in vergangenen Zeiträumen.

Generikaprodukte gewinnen an Bedeutung
Betrachtet man die ersten fünf Monate des Jahres in der Gesamtschau, so zeigt sich ein Minus von rund drei Prozentpunkten. Und wie schon in den Vormonaten ist ausschließlich das Offzingeschäft von diesem Umsatzrückgang betroffen. Der Versandhandel wächst im Umsatz um fast elf Prozent, im Absatz lässt sich ein fast doppelt so großes Wachstum von gut 20 Prozentpunkten feststellen.

Die unterschiedliche Entwicklung von Menge und Wert ist auf eine Sortimentsverschiebung von höher preisigen OTC-Märkten wie unter anderem Produkte für Muskel- und Gelenkschmerz systemisch oder Produkte für gesunde Gelenkfunktion (so genannte Glucosaminprodukte) hin zu allgemeinen Schmerzmitteln oder Muskel- und Gelenkschmerz topisch zurückzuführen. Innerhalb dieser Sortimente gewinnen zunehmend auch preisgünstigere Generikaprodukte an Bedeutung.

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Kaltes Frühjahr lässt Erkältungsmarkt boomen
Die Entwicklung im OTC-Markt wird im Mai ganz eindeutig durch das nasse, kalte Frühjahrswetter geprägt. Der Erkältungsmarkt erreichte ein deutliches Plus von zehn Prozent. Ob Halsschmerzmittel, Schnupfensprays oder Hustenlöser – alle Segmente erreichten im Untersuchungszeitraum ein hohes zweistelliges Plus.

Dabei konnten die Vorortapotheken den Umsatz mit Erkältungsprodukten um acht Prozent gegenüber Vorjahr erhöhen, die Versandapotheken legten in diesem Segment sogar 30 Prozent zu. Hatte das ungemütliche Wetter positiven Einfluss auf den Umsatz mit Erkältungsmitteln, hat es die Heuschnupfensaison buchstäblich ins Wasser fallen lassen. Schon im April lagen die Umsätze und Absätze klar unter denen des Vorjahres, und im Mai setzte sich diese Entwicklung fort.

Redaktion

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 07/2010 auf Seite 28 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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