OTC-Markt krankt am Erkältungsumsatz

Auch im vergangenen Juni hat nicht zuletzt das Wetter die Entwicklung im OTC-Markt beeinflusst: Zwar schlugen sich Regen und Kälte gefolgt von hochsommerlicher Hitze in der Nachfrage nach Erkältungsmitteln und Antiallergika nieder und verschafften sowohl Absatz wie Umsatz ein Plus. Dennoch konnte auch das moderate Wachstum des OTC-Markts in diesem Sommermonat das Ergebnis des ersten Halbjahres 2010 nicht wesentlich verbessern.

Im Juni 2010 erreichte der OTC-Umsatz ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was die Marktforscher fast ausschließlich auf den Kalendereffekt von einem Arbeitstag mehr im Juni 2010 im Vergleich zum Juni 2009 zurückführen.

Dabei erzielte die Apotheke nach Umsatz ein Plus von knapp vier Prozent, der Versandhandel legte um knapp zehn Prozent zu. Auch der Absatz lag in der Offizin (plus 3,3 Prozent) und im Versandhandel (plus 18,2 Prozent) klar über Vorjahr.

Versandhandel leicht im Vorteil
Insgesamt liegt aber der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 weiter unter Vorjahr, was vor allem auf dem hohen Minus im Januar 2010 basiert, als der Erkältungsmarkt nicht den extrem hohen Umsatz des Vorjahres erreichen konnte.

Rechnet man den Januar 2009 und 2010 mit dem hohen Basiseffekt des Vorjahrs heraus, erreichen Umsatz und Absatz das Vorjahresniveau – allerdings bei der Offizin mit einem negativen Vorzeichen und im Versandhandel weiter mit klar positivem Vorzeichen.

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Im Juni zeigten die Verordnungen erstmals seit langem wieder ein höheres Plus als die Selbstmedikation, was vor allem aus dem Markt der Erkältungsprodukte und der Augenpräparate kommt. Insgesamt setzen sich aber der Trend zur Selbstmedikation und ein weiterer Rückgang von Verordnungen fort.

Wetter bestimmte OTC-Umsatz
Die Entwicklung im OTC-Markt wurde geprägt durch einen witterungsbedingt abwechslungsreichen Juni. Während die ersten Juni-Tage noch kalt und regnerisch waren, kam dann der Übergang zur ersten sommerlichen Hitzewelle rasch.

Danach kühlte es sich im zweiten Junidrittel nachts wieder deutlich ab, bevor dann die Tagestemperaturen wieder extrem anstiegen. Dies machte sich auch in der Nachfrage bei den Apotheken – ob Offizin oder Versandhandel – bemerkbar.

Redaktion

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 08/2010 auf Seite 26 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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