Der Kopflaus geht es an den Kragen

Pediculus humanus capitis hat ein Imageproblem: Die Kopflaus wird seit jeher mit mangelnder Hygiene, gar mit Verwahrlosung in Zusammenhang gebracht. Genau dies aber macht es Betroffenen so schwer, offen über ihr Problem zu sprechen und es gezielt anzugehen. Apotheken können hier eine Brücke zur Beratung bauen.

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Mit Ende der Urlaubszeit wird es auf so manchem Kopf eng. Denn wenn Schulen und Kindergärten wieder ihre Pforten öffnen, steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Menschen mit Kopflausbefall.

Wer bei sich selbst, auf dem Kopf der Kinder oder anderer Familienmitglieder Läuse entdeckt, hängt dies nicht gern an die große Glocke: Vielen ist das Thema – immer noch – peinlich, auch wenn Lausbefall nichts mit mangelnder Hygiene oder Unsauberkeit zu tun hat. Läuse haben nun mal die Eigenschaft, von Kopf zu Kopf und von Haar zu Haar zu wandern. Und sobald Kinder die Köpfe zusammenstecken, wechselt die Laus gern mal ihren Wirt.

Rezept gegen Lausbefall: hartnäckig behandeln
Wird eine Pedikulose entdeckt, ist vor allem Hartnäckigkeit gefragt: Einmal am Haar festgehakt, sind die Läuse nicht so schnell zu beseitigen. Allerdings bekommen sie ohne Kontakt zum Kopf keine regelmäßige Blutmahlzeit und sind damit allenfalls zwei bis drei Tage überlebensfähig.

Normale Shampoos reichen nicht aus, um die Läuse (und Nissen) zu beseitigen, nötig sind vielmehr spezielle Produkte auf chemischer sowie pflanzlicher Basis bzw. mit physikalischer Wirkung.

Apotheken können viel dazu beitragen, die Peinlichkeit zu mindern, die Betroffene oftmals mit einem Läusebefall verbinden. Dies geschieht nicht zuletzt durch eine gezielte Ansprache des Themas Pedikulose.

Gabi Kannamüller | m-redaktion@springer.com

Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 08/2010 auf Seite 28 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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