Statements: Fremdbesitz – was tun, wenn der Damm bricht?
Dass das Fremdbesitzverbot aufgehoben werden könnte, ist für die meisten Apotheker eine der schlimmsten Befürchtungen. Immer wieder werden hinter den Kulissen Stimmen laut, die davon ausgehen, dass der Wegfall des Fremdbesitzverbotes im Sinne einer Liberalisierung des Marktes politisch befürwortet wird – auch wenn dies die meisten Politiker vorderhand (noch) bestreiten.
Dass die Mehrzahl der Politiker der großen Koalition nur Lippenbekenntnisse für den Erhalt des Fremdbesitzverbotes abgeben, interpretieren viele Experten dahingehend, dass dies lediglich ein strategischer Schachzug sei, um sich Ärger mit der Apothekenlobby und den Apothekern als Wählergruppe zu ersparen. Für sie gilt das Motto: Warum soll ich mir als deutscher Politiker Ärger mit Apothekern einhandeln, wenn diese Aufgabe ohnehin der Europäische Gerichtshof spätestens 2008 für mich löst?
Sinn und Zweck einer möglichen, so genannten Liberalisierung, ist in den Augen der Befürworter die Bildung größerer Wirtschaftsstrukturen, innerhalb derer auf Grund von Rationalisierungen und einer größeren Einkaufsmacht bedeutende Einsparpotenziale im Gesundheitsmarkt realisiert werden sollen.
Guter Rat tut not!
APOTHEKE + MARKETING wollte von vier Repräsentanten der unterschiedlichsten strategischen Ausrichtungen wissen: „Welche präventiven Maßnahmen sollten Apotheker heute schon ergreifen, falls der letzte Damm – das Verbot des Fremdbesitzes – eines Tages doch noch bricht?“ Es antworteten: der Präsident der ABDA, der Vertreter einer Apotheken-System-Vertriebsgesellschaft, der Chef einer unabhängigen Kooperation und ein Unternehmensberater.
Redaktion (am-redaktion@springer-gup.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 09/2007 auf Seite 30 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
