Altersvorsorge: Mit Investmentfonds den Lebensabend absichern?
Eigenvorsorge ist, neben den Zahlungen für die berufsständischen Versorgungswerke, für Apothekeninhaber wichtiger denn je: Um die materielle Lebensqualität für das spätere Rentenalter absichern zu können, sollten Apotheker Kapitalanlageprodukten zukünftig eine weitaus größere Bedeutung einräumen als bisher.
Insbesondere Investmentfonds mit ihren umfangreichen und weitgehend an der persönlichen Situation des Anlegers orientierten Produkten können hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Dabei kann die Vielfalt der unterschiedlichen Investmentfonds auf Laien verwirrend wirken. Daher ist es in den meisten Fällen sinnvoll, neben Detailgesprächen mit einem oder mehreren Anlageberatern zusätzliche, selbst recherchierte Informationen einzuholen, die das Gesamtbild des jeweiligen Anlageproduktes abrunden.
Entscheidungshilfe: das „Magische Dreieck“
Bei der Entscheidung für einen oder mehrere Investmentfonds spielen die individuellen Anlagekriterien Sicherheit, Rentabilität und Liquidität die wichtigste Rolle. Grundsätzlich sollte jede Anlageform mit Hilfe dieses „Magischen Dreiecks“ den eigenen Ansprüchen gegenübergestellt werden. Im Hinblick auf die Altersvorsorge dominieren die Kriterien Sicherheit und Rentabilität.
Zwar sollte der Gesichtspunkt der Liquidität nicht völlig unberücksichtigt bleiben, dürfte aber bei einem eher langfristig ausgerichteten Anlageziel von eher untergeordneter Bedeutung sein. Bei der Wahl des „richtigen“ Investmentfonds sollten sich Anleger folglich eher am Ziel einer überdurchschnittlichen Rendite orientieren als an der Möglichkeit, die Anlagebeträge kurzfristig wieder aufzulösen zu können. Obwohl diese Option bei herkömmlichen Investmentfonds grundsätzlich besteht, sollte darauf verzichtet werden, um das spätere Ziel einer angemessenen Kapitalbildung nicht zu gefährden.
Michael Vetter (vetter-finanz@t-online.de)
Diesen Artikel finden Sie in APOTHEKE + MARKETING 09/2007 auf Seite 46 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
