Beratungstipps
Blutzuckerwerte überprüfen
11.03.10 – (fre) Diabetes kann die Nieren schädigen. Etwa jeder achte Apothekenkunde hat erhöhte Blutzuckerwerte, aber viele wissen nichts davon, weil die Krankheit zu Beginn oft keine Symptome verursacht. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker schadet den Blutgefäßen, was zu Nierenschäden bis hin zum Nierenversagen führen kann. Apotheker empfehlen deshalb, einmal jährlich die Blutzuckerwerte kontrollieren zu lassen. Stellt der Apotheker erhöhte Blutzuckerwerte fest, wird er zum Arztbesuch raten. Neben der Blutzucker-Kontrollmessung bieten Apotheken verschiedene Dienstleistungen rund um Diabetes an. Das reicht von Einnahmehinweisen über Ernährungsberatung bis zur Vermittlung passender Sport- oder Selbsthilfegruppen. (Quelle: ABDA)
Darmkrebs ist heilbar
04.03.10 – (fre) Wer gesetzlich krankenversichert und 55 Jahre oder älter ist, hat Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren oder einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl alle zwei Jahre. Viele Menschen scheuen jedoch die belastende und als unangenehm empfundene Darmspiegelung. Für sie sind die angebotenen Stuhluntersuchungen auf verborgenes Blut eine sinnvolle Alternative. Die so genannten Okkultbluttests zählen zu den wichtigsten Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen bei Darmkrebs und werden von den gesetzlichen Krankenkassen ab dem 50. Geburtstag alle zwei Jahre bezahlt. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, müssen Patienten einen Tag vor dem Test auf Fleisch und Vitamin-C-haltige Früchte verzichten. (Quelle: Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF))
Blutdruck: weniger Kochsalz, mehr Kalium
25.02.10 – (fre) Die Einschränkung des Kochsalzkonsums kann den Blutdruck senken. Etwa die Hälfte der Menschen mit hohem Blutdruck ist kochsalzsensitiv, reagieren also mit einer Blutdrucksteigerung auf eine zu hohe Zufuhr von Kochsalz. Dies ist unter anderem genetisch bedingt. Die betroffenen Menschen sollten maximal fünf Gramm Kochsalz pro Tag zu sich nehmen; dann wirken auch die blutdrucksenkenden Medikamente besser. Nicht empfohlen wird ein Salzverzicht dagegen bei Untergewichtigen und Schwangeren. Eine gesteigerte Kaliumzufuhr schwächt darüber hinaus die Salzempfindlichkeit. Praktisch bedeutet das, mehr Obst und Gemüse zu essen und weniger Fertigkost. (Quelle: ABDA)
Impfschutz für den Urlaub
18.02.10 – (fre) Wer in den Osterferien in die Tropen reist, sollte sich vor Bakterien, Viren und schädlichen Mikroorganismen hüten, die Pest, Cholera und Typhus auslösen könnten. Denn diese Erkrankungen sind in tropischen und subtropischen Ländern immer noch verbreitet. Auch die lebensbedrohlichen Krankheiten Malaria und Diphtherie gehören zu den unliebsamen Reisemitbringseln, ebenso wie die Leberentzündung, die so genannte Hepatitis. Gegen einige dieser Krankheiten sind deutsche Auslandsreisende bereits geimpft. Wer aber genau wissen will, ob sein Impfschutz noch vorhält, der sollte vom Arzt einen labordiagnostischen Test durchführen lassen. (Quelle: Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF))
Bluthochdruck behandeln
11.02.10 – (fre) Es ist nie zu spät, einen erhöhten Blutdruck zu senken. Auch über 80-Jährige profitieren bereits von einer moderaten Blutdrucksenkung: Sinken ihre bislang erhöhten Blutdruckwerte um 15 bzw. 6 mmHg, verringert dies die Gesamtsterblichkeit um ein Fünftel. Das zeigte eine Studie mit gut 3800 Menschen über 80 Jahre (HYVET-Studie). Auch die Häufigkeit von Folgeerkrankungen wie Schlaganfällen, Nierenschäden oder Herzschwäche lässt sich danach um die Hälfte senken. Etwa jeder zweite Bundesbürger über 60 Jahren leidet an Bluthochdruck. Nur etwa jeder fünfte Bluthochdruckpatient wird angemessen behandelt. (Quelle: ABDA)
Extras & Downloads
- Zielgruppe Frauen: Aktionen für jede Lebensphase (A+M 01/2010, Seite 18)
- Zahn- und Mundhygiene: Markt setzt auf Pflegebewusstsein (A+M 08/2009, Seite 32)
- Zum „Tag der Zahngesundheit“: Eine Aktion mit Biss! (A+M 07/2009, Seite 22 ff.)
- Kompression mit Schick: Das „Venensortiment“ wird moderner (A+M 07/2009, Seite 30)
- Gerade zu Schulbeginn: Sensibel sein beim Thema Laus (A+M 07/2009, Seite 32)
04.02.10 – (fre) Wer langfristig unter Verstopfung leidet, sollte sich vom Apotheker individuell beraten lassen. Zwar wirken rezeptfreie Abführmittel zuverlässig. Doch sollten einige Wirkstoffe ohne ärztlichen Rat nicht länger als ein bis zwei Wochen eingenommen werden. Apotheker sollten langfristig unbedenkliche Alternativen empfehlen können. Jeden Tag lösen sie allein in der Selbstmedikation mehr als 300 000 arzneimittelbezogene Probleme. Dass ein Medikament zu lange angewendet wird, steht auf Platz drei der häufigsten Fehler. Dauerhaft eingenommen können einige Abführmittel selbst eine Verstopfung verursachen. (Quelle: ABDA)
Vorsicht bei Hormonersatzpräparaten
28.01.10 – (fre) Die Einnahme von Antibabypille oder Hormonersatzpräparaten begünstigt bei Frauen die Neigung zu Thromboseerkrankungen. Frauen, die schon einmal eine Thrombose hatten oder die familiär vorbelastet sind, sollten deshalb abklären lassen, ob bei ihnen eine angeborene Thromboseneigung oder Thrombophilie vorliegt.Die moderne Labordiagnostik ermöglicht es, das individuelle Risiko jeder Patientin zu ermitteln. Bei einem positiven Befund, also wenn die Thromboseneigung besteht, kann der Arzt begleitende Maßnahmen zur Hormoneinnahme veranlassen, eine spezielle Antibabypille verschreiben oder aber mit der Patientin über Alternativen für die Verhütung sowie gegen die Wechseljahresbeschwerden sprechen. (Quelle: Infozentrum für Prävention und Früherkennung (IPF) )
Hautpflege für Wintersportler
21.01.10 – (fre) Beim Wintersport strapazieren Kälte, geringe Luftfeuchtigkeit und Fahrtwind die Haut. Skifahrer und andere Wintersportler sollten ihre Haut vor Austrocknung, Kälte und UV-Strahlen schützen. Wasserfreie oder -arme Grundlagen wie Lipogele, Fettpasten oder Wasser-in-Öl-Cremes beugen Kälteschäden vor. Hautöle oder fettreiche Kälteschutzcremes bilden eine dünne Isolations- und Schutzschicht auf der Haut. Sie halten die Kälte ab und verhindern das übermäßige Verdunsten von Hautfeuchtigkeit. Bei längeren Aufenthalten in beheizen Räumen sollten fettreiche Cremes allerdings entfernt werden, um eine Überwärmung der Haut zu verhindern. (Quelle: ABDA)
Alkohol gegen Kälte?
14.01.10 – (fre) Wer friert, sollte auf Alkohol verzichten, denn Glühwein oder Schnaps wärmen nur kurzfristig. Alkohol erweitert die Blutgefäße in der Haut, gleichzeitig zieht der Körper aber das Blut von den inneren Organen ab. Im Extremfall werden diese nicht mehr ausreichend versorgt, eine Unterkühlung droht. Wintersportler sollten sich deshalb lieber mit alkoholfreien Getränken aufwärmen. Ingwertee etwa fördert die Durchblutung und wärmt durch seine Schärfe. Bei Unterkühlungen oder Erfrierungen auf keinen Fall Alkohol zu trinken geben. Beim Verdacht auf eine Erfrierung sollte sofort der Notarzt gerufen werden. (Quelle: ABDA)
Schonende Blutgewinnung
21.01.09 – Um unnötige Schmerzen bei der Blutgewinnung zur Blutzuckerselbstmessung zu vermeiden, ist es wichtig, nicht in die Mitte der Fingerbeere zu stechen. Vielmehr sollte der Einstich seitlich am Finger erfolgen, denn hier sitzen weniger Schmerzrezeptoren. Auch sollte eine Lanzette nicht mehrfach benutzt werden. Zum einen aus hygienischen Gründen, aber auch, weil die Lanzetten durch mehrmalige Benutzung abstumpfen. (Quelle: Berlin-Chemie AG)