Klassische Substanzen aus dem OTC-Bereich: Paracetamol
Neben Acetylsalicylsäure ist Paracetamol der Klassiker in der Schmerztherapie und ein Blockbuster mit weltweit riesigen Umsatzzahlen. Die gute antipyretische Wirkung sowie ein relativ günstiges Verhältnis von erwünschten und unerwünschten Wirkungen machen Paracetamol zu einer der am häufigsten eingesetzten Substanzen in der Kinderheilkunde.
Neben Acetylsalicylsäure ist Paracetamol der Klassiker in der Schmerztherapie und ein Blockbuster mit weltweit riesigen Umsatzzahlen. Die gute antipyretische Wirkung sowie ein relativ günstiges Verhältnis von erwünschten und unerwünschten Wirkungen machen Paracetamol zu einer der am häufigsten eingesetzten Substanzen in der Kinderheilkunde. Um die Spur von Paracetamol aufzunehmen, muss man mehr als hundert Jahre zurückgehen: Nach der zufälligen Entdeckung von Acetanilid 1886 begann die systematische Suche nach Anilidanalgetika. Als einzige Substanz aus dieser Phase der Wirkstoffsuche ist heute noch Paracetamol auf dem Markt. Das eng verwandte Phenacetin wird wegen seiner nierenschädigenden Wirkung nicht mehr eingesetzt. Anwendungsgebiete Paracetamol wirkt sehr gut analgetisch und antipyretisch. Anders als die Vertreter der nicht-steroidalen Antirheumatika hat die Substanz jedoch kaum antiphlogistisches Potenzial. Paracetamol wird bei Fieber sowie bei leichten bis mäßigen Schmerzen, wie beispielsweise Kopf-, Zahn- und Regelschmerzen, angewandt. Darreichungsform Paracetamol steht als Tabletten, Brausetabletten, Suppositorien, Saft sowie als Infusionslösung zur Verfügung.
Hannelore Gießen
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 11/2007 auf Seite 54 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
