Dermokosmetik: Forever young

Alt wie Methusalem wollen wir alle werden. Aber bitte mit möglichst jugendlichem Aussehen. Weil immer mehr Frauen, und zunehmend auch die Männer, ab 50 aufwärts noch als Enddreißiger durchgehen möchten, stoßen dermokosmetische Behandlungskonzepte auf starkes Interesse. Unser Artikel zeigt, was Faltenbildung und Volumenverluste hinauszögert.

Die menschliche Haut lässt sich mit einer Leinwand vergleichen, auf der das Leben seine Spuren zeichnet. Bei echten Kunstwerken durchaus erwünscht, darf die Haut aber möglichst keine „Patina“ ansetzen. Häufig sollen deshalb minimal-invasive Eingriffe richten, was die Natur anders konzipiert hat.

So verzeichnet die Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) in ihrer aktuellen Jahresstatistik bundesweit etwa 105 500 Faltenbehandlungen. Auch präventive Maßnahmen und konservative Repairstrategien in Form von Anti-Aging-Cremes haben Konjunktur. Zunehmende Kenntnisse um die Alterungsvorgänge der Haut machen es möglich, dermokosmetische Substanzen gezielt zu entwickeln und einzusetzen.

Die biologische Uhr tickt
Fachleute unterscheiden zwischen intrinsischem (natürlichem) und extrinsischem (vorzeitigem, umweltbedingtem) Altern. Die intrinsische Alterung ist ein kontinuierlicher Prozess, der von genetischen Einflüssen und inneren Faktoren wie zum Beispiel den Hormonen gesteuert wird, und der sich deshalb nur bedingt beeinflussen lässt.

Natürlich gealterte Haut nimmt eine transparente Note an. Elastizitätsverluste verursachen sehr viele, feine Fältchen. Pigmentunregelmäßigkeiten fehlen in der Regel. Neben Trockenheit bereiten eine erhöhte mechanische Verletzbarkeit und eine deutlich verzögerte Wundheilung Probleme.

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Vorzeitig alt aussehen
Auf stark dem UV-Licht ausgesetzten Arealen wie dem Gesicht, dem Dekolleté oder den Händen lässt sich gut erkennen, dass Umwelteinflüsse die natürlichen Alterungsprozesse beschleunigen. Das Hautbild dort prägen Elastizitätsverluste, die anders als bei natürlich gealterter Haut nicht mit feinen, sondern mit tiefen Falten und „lederartigen Gerbungen“ einhergehen. Neben Schlaffheit und Trockenheit fallen gelbliche Verfärbungen und Pigmentverschiebungen auf. Überdurchschnittlich häufig entwickeln sich in diesen Arealen aktinische Keratosen und Malignome.

„Wer hat an der Uhr gedreht …?“
Mit zunehmendem Alter und unter dem Einfluss von schädigenden Umweltfaktoren verändern sich der Stoffwechsel und die Durchblutung der Haut. Insbesondere bei Frauen in der Menopause hinterlassen die absinkenden Hormonspiegel sichtbare Spuren. Weil die Zellteilung langsamer abläuft, verliert die Haut mit der Zeit ihre Regenerationsfähigkeit.

Stefanie Fastnacht

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 12/2009 auf Seite 32 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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