Willkommen im sozialen Netz

Das Internet wird sozial. Immer mehr Webangebote entstehen, bei denen die Nutzer kommunizieren und zusammenarbeiten. Ob Social Networks, Foren, Blogs, Twitter – sie alle haben gemeinsam, dass sie die Menschen an den Computerbildschirmen zusammenbringen. Auch für Apotheken liegt darin eine Herausforderung: Die Kundenansprache wird komplexer.

Social Networks sind längst kein Tummelplatz von Teenagern mehr. In der Altersgruppe ab 35 Jahre wachsen alle Internet-Netzwerke seit Jahren besonders schnell. Facebook etwa hat bereits ein Viertel Nutzer, die älter als 50 sind. Die sozialen Netzwerke im Internet werden erwachsen. Sie werden damit auch für die Kunden- und Mitarbeiterkommunikation von Apotheken interessant.

Ein Drittel der Bundesbürger sind schon vernetzt
Soziale Netzwerke gibt es bereits seit Mitte der 1990er-Jahre. Allerdings blieben sie lange eine Randerscheinung, die überwiegend von kleineren Gruppen zur Pflege von Bekanntschaften genutzt wurden. So ließen sich etwa Schulfreundschaften auch über große Entfernungen fortführen.

Mit dem Siegeszug des Internet auch im privaten Bereich begannen die Netzwerke ab 2003 zu boomen. Marktführer Facebook hat inzwischen 300 Millionen registrierte Mitglieder weltweit, immerhin über sechs Millionen in Deutschland. Noch verbreiteter sind hierzulande allerdings die Netzwerke der VZ-Gruppe: Die „Verzeichnisse“ (daher „VZ“) StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ kommen gemeinsam auf 14 Millionen Nutzer.

Rechnet man die anderen Netzwerke wie MySpace, Wer-kennt-wen, Lokalisten und das Business-Netzwerk Xing zusammen, erreichen sie 26,7 Millionen Deutsche. Das ist mehr als ein Drittel der Bundesbürger und fast schon zwei Drittel der deutschen Internetnutzer.

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Was ist ein Social Network?
Internetportale, auf denen sich Nutzer ein Profil anlegen und mit anderen Nutzern kommunizieren können, werden als soziales Netzwerk oder Social Network bezeichnet. Das Profil ist sozusagen das eigene Zuhause im Netzwerk und zugleich eine Art Steckbrief, der Auskunft über seinen Besitzer gibt.

Ein Foto, Name, Wohnort und Kontaktdaten, Beruf, oft auch Angaben zum Lebensweg und zu Vorlieben und Abneigungen sind typische Bestandteile eines solchen Profils. Jeder Nutzer kann durch eigene Sicherheitseinstellungen entscheiden, wie viel von diesen Angaben öffentlich sichtbar ist. Nutzer mit Profilen können nach anderen Nutzern suchen und sich mit ihnen vernetzen. Bei Facebook heißt das dann „Freunde“, bei Xing sind es „Kontakte“. Es muss sich dabei nicht um bereits bekannte Personen handeln.

Durch die Angaben von Vorlieben, z. B. der Begeisterung für eine Rockband oder einen Fußballverein oder das Angebot von Dienstleistungen finden sich hier auch schnell neue Bekanntschaften. Für diese festen Partner ist dann nach Wahl mehr vom Profil sichtbar, und mit ihnen kann man über das Netzwerk regelmäßigen Kontakt halten.

Mirko Gründer

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 01/2010 auf Seite 40 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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