Zusatzinfos für den Allergiker
Allergien gegen Pollen, Hausstaubmilben und Lebensmittel haben eines gemeinsam: In nicht unerheblichem Maße beeinträchtigen ihre Symptome die Lebensqualität der Betroffenen. Umso dankbarer werden Ihre Kunden sein, wenn sie zusätzlich zum Medikament einige Ratschläge dazu bekommen, was sie selbst zur Verringerung der Allergenbelastung tun können.
Die beste Prävention ist das Meiden des Allergens. Da dies in den meisten Fällen unmöglich ist, bleibt nur der Weg der Allergenlastminimierung. Für Pollenallergiker heißt das zum Beispiel, sich möglichst wenig im Freien aufzuhalten. Ist dies unumgänglich, sollten anstrengende Bewegungen (z. B. Joggen, Inlineskaten) vermieden werden, damit nicht allzu viele Pollen in die Atemwege gelangen.
Pollenflugvorhersagen helfen dabei, die Flugintensität besser einzuschätzen. Tagesaktuelle Informationen für das gesamte Bundesgebiet finden sich zum Beispiel auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienstes (www.dwd.de/pollenflug).
Pollen den Zugang verwehren
Je nach Wohnort gelten unterschiedliche Regeln für das Lüften zu Hause. Während in der Stadt die Pollenkonzentrationen am Abend hoch sind, sind sie es auf dem Land am Morgen. Gelüftet werden sollte daher nach Möglichkeit zu den entgegengesetzten Zeitpunkten.
Im Freien hat es sich zudem bewährt, eine Brille oder Sonnenbrille zu tragen, um die Pollen von den Augen fernzuhalten. Solange diese fliegen, sollten Allergiker sich die Haare abends vor dem Zubettgehen waschen. Straßenkleidung wird besser außerhalb des Schlafzimmers ausgezogen, damit möglichst wenig Pollen eingeschleppt werden.
Vor den Pollen flüchten
Die richtige Urlaubsplanung kann helfen, die Spanne der Leidenszeit zu verringern. Wer zum Beispiel auf Gräserpollen allergisch reagiert, sollte etwa zwischen Mai und August in die Ferien fahren, am besten dann, wenn ihn die Pollen im Alltag am stärksten belasten. Als Ziele bieten sich allergenarme Regionen an, also eine Insel, die See oder das Gebirge. So kann man zumindest für eine gewisse Zeit vor den Pollen flüchten.
Aber Achtung, wer innerhalb Deutschlands verreist, sollte Folgendes berücksichtigen: Während im Süden bereits Durchatmen angesagt ist, können bestimmte Pollen im Norden des Landes noch Hochsaison haben.
Trockene, kalte Luft ist nichts für Milben
Wer unter einer Hausstauballergie leidet, für den ist es ratsam, das ganze Jahr über gewisse Ratschläge zu befolgen. Dazu zählt zum Beispiel das regelmäßige Lüften der Wohnung. Vor allem im Schlafzimmer sollte die Luftfeuchtigkeit nicht über 60 Prozent betragen. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 14 und 20 Grad Celsius. Trockene und kalte Luft verschlechtert die Lebensbedingungen für Milben.
Kirsten Grashoff
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 03/2010 auf Seite 56 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
