Fastenzeit: Zigaretten ade

Die tollen Tage sind vorbei, nun ist Verzicht angesagt. Viele Menschen nehmen die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag zum Anlass, eingeschworene Gewohnheiten zu überdenken. Dazu gehört beispielsweise das Rauchen. Wer tatsächlich vorhat, die Zigaretten aus seinem Leben zu verbannen, findet in der Apotheke guten Rat und Unterstützung.

© tabato / imagesource.com

Sich vom Glimmstängel zu verabschieden, gehört vermutlich zu den größeren Kämpfen im Leben. Oder um mit Mark Twain zu sprechen: „Mit dem Rauchen aufzuhören ist die einfachste Sache der Welt. Ich habe es schon 100 Mal ausprobiert.“.

Viele künftige Nichtraucher starten voller Elan, um nach kurzer Zeit festzustellen, wie stark ihre Lebensgewohnheiten mit dem Rauchen verbunden sind: die Zigarette zum Kaffee, der tiefe Zug zum Glas Bier oder Wein, das Paffen während eines Telefonates. Fast unbewusst greift der ein oder andere dann wieder zur Schachtel, die vielleicht sogar noch in der Schreibtischschublade liegt, und schon ist der Anfang vom Ende des Nichtrauchens gemacht.

Schritt für Schritt
Nur die stärkeren Charaktere schaffen den Ausstieg nach der Schlusspunktmethode, die da lautet: Die letzte Zigarette ausdrücken, und das war es. Für die anderen gilt der oft zitierte Bibelspruch: Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Für alle, die Unterstützung brauchen, gibt es neben speziellen „Aussteigerprogrammen“ nikotinhaltige perorale und transdermale Arzneiformen: Kaugummis, Lutschtabletten und Sublingualtabletten, Pflaster und ein Nikotinersatzprodukt zum Inhalieren. Wegen ihres unterschiedlichen Nikotinfreisetzungsverhaltens ermöglichen sie eine individuelle Therapie.

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Cave: Das Rauchen muss unabhängig von der Arzneiform eingestellt werden. Einzige Ausnahme sind Nikotinkaugummis, die sich auch dazu eignen, die Anzahl der gerauchten Zigaretten zu verringern.

Nikotinkaugummis (Nicorette®, Nicotinell ®) werden in den Stärken zwei und vier Milligramm angeboten. Ihr Kauen ist zum einen eine Ersatzhandlung anstelle des Zuges an der Zigarette. Zum anderen wird dadurch Nikotin freigesetzt. Als Tageshöchstdosis gelten 16 Kaugummis pro Tag.

Nikotinpflaster (Nicorette®, NiQuitin®, Nicotinell®) werden ebenfalls in unterschiedlichen Stärken sowohl für die 16- als auch für die 24-stündige Anwendung angeboten. Gedacht sind sie – je nach Dosierung – für leichte, mittlere und starke Raucher

Julia Pflegel

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 03/2010 auf Seite 72 oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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