Kreativität: Mit guten Ideen zum Erfolg
Einfallsreichtum und Kreativität sind wichtige Faktoren für den beruflichen Erfolg. Nicht immer geht es dabei um bahnbrechende Erfindungen, häufig sind es die kleinen Ideen, die schnelle Lösungen bieten. Doch was tun, wenn einem nichts einfällt? Einfache Techniken verhelfen der Kreativität dann wieder auf die Sprünge.
Kreativität ist ein Begriff, der heutzutage inflationär gebraucht wird. Lange Zeit war er ausschließlich Künstlern wie Malern, Musikern oder Dichtern vorbehalten. Das hat sich verändert, doch auch heute gibt es noch Berufe, die als besonders kreativ gelten.
Werbeschaffende, Fotografen, Regisseure oder Schauspieler werden ganz selbstverständlich als kreativ wahrgenommen, während man Ingenieuren, Bankern und Pharmazeuten in der Regel die Kreativität abspricht. Dass es sich hierbei um Vorurteile handelt, hat die Kreativtätsforschung längst erwiesen.
Ein wichtiger Vordenker auf diesem Weg war der amerikanische Persönlichkeits- und Intelligenzforscher Joy Paul Guilford, der in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts Kreativität als eine bestimmte Form des Denkens definierte. Er unterschied zwischen dem konvergenten Denken, das darauf beruht, dass jedes Problem nur eine Lösung habe und dem divergenten Denken, das davon ausgeht, es gebe immer eine Vielzahl an Lösungen.
Unabhängig vom Intelligenzquotienten sei Kreativität die Fähigkeit, gewohnte Denkstrukturen zu verlassen und neue Sichtweisen einzunehmen. Im Klartext bedeutet das: Kreativ ist, wer Dinge verbindet, die nach dem gängigen Verständnis nicht zwingend zusammengehören. Eine kreative Idee setzt demnach zwei nicht zusammenpassende Elemente in einen neuen gemeinsamen Kontext.
Ideen entstehen im Gehirn
Wenn man von einem kreativen Kopf spricht, ist das fast wörtlich zu nehmen, denn der Ort, an dem Ideen geboren werden, ist das Gehirn. Es besteht aus einer linken und einer rechten Hemisphäre, die mit 200 Millionen Nervenfasern, dem Corpus Callosum, verbunden sind. Beide Gehirnhälften haben unterschiedliche Aufgaben und Arbeitsmethoden.
Das analytische rationale Denken, logisch, detailliert und zielgerichtet wird der linken Hälfte zugeordnet, die rechte hat die Fähigkeit ganzheitlich, vernetzt, assoziativ, bildlich und in Synthesen zu denken. Kinder mit ihrem ausgeprägten Spieltrieb, ihrer Phantasie und Kreativität werden demnach hauptsächlich aus der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Die linke hingegen wird erst ab der Schulzeit ausgebildet und schafft neue Fähigkeiten wie logisches Denken, das Verstehen von Regeln und Strukturen, Sprache und Zahlen.
Bettina Hagen
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 04/2010 auf Seite 54 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
