Mineralstoffe: Damit es läuft, wie geschmiert

Die ganze Welt ist im Fußballfieber, und die bevorstehende Weltmeisterschaft wird so manch einer zum Anlass nehmen, um selbst wieder aktiv zu werden. Aber Achtung: Mit dem Schweiß gehen große Mengen wertvoller Mineralstoffe verloren. Diese Verluste gilt es auszugleichen. Denn die anorganischen Verbindungen sind essenziell für den reibungslosen Ablauf zahlreicher Stoffwechselvorgänge.

© Diego Cervo / shutterstock.com

Mineralstoffe regeln unter anderem den Wasserhaushalt, sind notwendig für den Aufbau von Knochen, Zähnen und Hormonen sowie unerlässlich für die Reizübertragung im Nervensystem, die Kontraktion der Muskelzellen oder die Aktivierung von Enzymen. Damit haben sie enorme Bedeutung für die körperliche Leistungsfähigkeit.

Nach ihrem mengenmäßigen Vorkommen im Körper werden die anorganischen Substanzen unterteilt in Mengen- (>50 mg/kg KG) und Spurenelemente (<50 mg/kg KG). Eine Ausnahme bildet Eisen, das mengenmäßig zwar der ersten Gruppe zugeordnet werden müsste, wegen seiner Funktion und Wirkweise allerdings den Spurenelementen näher steht und daher wie zum Beispiel auch Fluor, Jod, Selen und Zink zu diesen gezählt wird.

Die wichtigsten Mengenelemente sind Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Sie kommen als positiv oder negativ geladene Teilchen (Kationen, Anionen) in Körperflüssigkeiten wie Zellflüssigkeit oder Blutserum gelöst vor und werden daher auch als Elektrolyte bezeichnet.

Wer Sport treibt, schwitzt
Normalerweise werden vom Erwachsenen täglich etwa 600 Milliliter Schweiß gebildet. Bei intensiver körperlicher Betätigung und/oder großer Hitze können es aber durchaus auch vier Liter und mehr sein. Die Folge: Bluteindickung durch Wasserverluste sowie Elektrolyt- und Spurenelementverluste.

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Eine schon etwas ältere Untersuchung zeigt zum Beispiel, dass bis zu 1500 Milligramm Natrium, 430 Milligramm Kalium, 40 Milligramm Calcium, 10 Milligramm Magnesium, 0,6 Milligramm Eisen und 1,0 Milligramm Zink pro Liter Schweiß verloren gehen können. Werden die Verluste nicht über eine entsprechende Lebensmittelauswahl (am besten bereits im Vorfeld) oder ggf. Supplemente ausgeglichen, beeinträchtigt dies sowohl die geistige als auch die körperliche Leistungsfähigkeit.

Interessanterweise produzieren Hochleistungssportler zwar mehr Schweiß als Untrainierte oder Hobbysportler und scheiden daher auch mehr Elektrolyte aus. Es gibt jedoch einen Anpassungsmechanismus, der die Verluste mit Ausnahme von Kalium und Magnesium sofort wieder ausgleicht.

So können Trainierte noch im Ausführungsgang der Schweißdrüsen dem Schweiß die Elektrolyte zum Teil wieder entziehen; ihr Schweiß ist also weniger konzentriert als der von Untrainierten. Eine Auswahl möglicherweise kritischer Mineralstoffe stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Kirsten Grashoff

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 06/2010 auf Seite 40 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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