Wechseljahre: Früher oder später erwischt es jede!
Sowohl körperlich als auch psychisch erleben Frauen die Wechseljahre ganz unterschiedlich. Während die einen ganz neue Aktivitäten entwickeln, leiden die anderen massiv unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Reizbarkeit und Nervosität. Ratschläge, wie die Beschwerden gelindert werden können, gibt es viele. Aber sind diese auch immer die richtigen?
Die Wechseljahre bezeichnen den Übergang von der Geschlechtsreife in das höhere Alter (Senium). Üblicherweise fangen sie um das 45. Lebensjahr herum an und dauern in etwa zehn Jahre. Allerdings ist heute auch ein deutlich späterer Beginn möglich.
Während dieser Zeitspanne produzieren die Eierstöcke immer weniger weibliche Geschlechtshormone, vor allem sinkt die Konzentration an Östrogenen. Im Gegenzug wird mehr follikelstimulierndes Hormon hergestellt. Dieses Ungleichgewicht kann Beschwerden hervorrufen.
Am häufigsten treten schubartige Hitzewallungen auf, auch Schweißausbrüche, trockene Haut und Schleimhaut, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen können Folgen der veränderten Hormonsituation sein. Im Anschluss haben wir ein paar Fakten zusammengefasst, die Sie zum Thema Wechseljahre kennen sollten.
Wechseljahre sind eine Krankheit
Falsch. Die Wechseljahre sind genau wie die Pubertät ein biologischer Lebensabschnitt der Frau und völlig natürlich. Je selbstverständlicher Frauen mit der Situation umgehen, desto weniger Probleme bereitet die Verschiebung des hormonellen Gleichgewichts.
Nur Hormonpräparate helfen
Nein. Zwar ist die Hormonersatztherapie sehr effektiv im Kampf gegen Wechseljahrsbeschwerden. Eine langfristige Anwendung erhöht jedoch das Risiko von Herzinfarkt, Thrombosen und Brustkrebs. Die Behandlung mit synthetischen Hormonen sollte daher nur bei sehr starken Beschwerden und nach ausführlicher ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden.
Pflanzliches wirkt nicht
Falsch. Denn bei leichten bis mittelschweren Symptomen können einige pflanzliche Präparate gute Dienste leisten. Bewährt bei psychischen und neurovegetativen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen hat sich zum Beispiel der Extrakt der Traubensilberkerze (z. B. Cimicifuga AL, Remifemin®).
In Kombination mit Johanniskrautextrakt (Remifemin® plus) werden auch depressive Verstimmungszustände und psychovegetative Störungen wie Niedergeschlagenheit, innere Anspannung, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Angst und/oder nervöse Unruhe in Angriff genommen.
Kirsten Grashoff
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 07/2010 auf Seite 62 f. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
