Haut: Nur die Sonne ist Zeuge
Ausgedehnte Rad- und Wandertouren oder ein Bad im kühlen Meer: Sommer, Sonne und Wasser helfen beim Abschalten. Was der Seele gut tut, strapaziert jedoch die Haut. Vom Kopf bis zu den Füßen reagiert sie auf den „sommerlichen Freizeitstress“ mit Rötungen und Austrocknungserscheinungen. Ein paar einfache Pflegeregeln bringen die äußere Hülle unbeschadet durch den Sommer.
Nach einem Tag unter dem Sommersonnenhimmel gehört die Haut sorgfältig gereinigt und je nach Zustand mit Fett und Feuchtigkeit versorgt.
Auch die Füße sollten in den Pflegefahrplan mit einbezogen werden. Während der kalten Jahreszeit oft in dicken Socken und Schuhen vergessen, haben sie in modischen Sandaletten keinen guten Auftritt.
Winterpflege „einmotten“
Fettreiche Wasser-in-Öl(W/O)-Emulsionen, die einen Lipidfilm auf der Haut bilden und im Winter vor Nässe und Kälte schützen, sollten in der warmen Jahreszeit eher zurückhaltend verwendet werden. Sie können an der Hautoberfläche einen Okklusionseffekt (Verschluss der Hautporen) mit nachfolgendem Wärmestau, Entzündungen und Reizungen bewirken.
Feuchtigkeitsspendende Öl-in-Wasser(W/O)-Emulsionen sind im Sommer die bessere Wahl (z. B. Eau Avène Thermale Hydrance Optimale). Die höheren Außentemperaturen führen zu einer gesteigerten Feuchtigkeitsabgabe und damit zum Austrocknen der Haut. Zudem löst starkes Schwitzen natürliche Feuchthaltefaktoren (NMF, natural moisturizing factor), etwa Harnstoff, aus der Hornschicht (Stratum corneum).
Ob Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der eingesetzten Pflege ausgewogen sind, lässt sich leicht erspüren: Wenn die Haut etwa vier Stunden nach dem Auftragen weder fettig glänzt noch spannt, passt die Formulierung genau zum Hauttyp.
Weil die Haut nicht vergisst
Sonnenschein bedeutet für die Haut Stress pur. Unter UV-Einfluss gebildete freie Radikale setzen hauteigenen Strukturen zu. UV-A-Strahlen schädigen elastische und kollagene Fasern und beschleunigen so das Entstehen von Falten. Sonnenbrand und Defekte im Erbgut der Hautzellen gehen vor allem
auf das Konto von UV-B-Strahlen.
Stefanie Fastnacht
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 07/2010 auf Seite 24 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
