Die richtige Milch fürs Baby

Wenn es um die Ernährung des eigenen Nachwuchses geht, ist gerade bei frischgebackenen Eltern manch guter Rat teuer. Die Vielzahl von Säuglingsnahrungen macht es schwer, die Übersicht zu behalten. Dem pharmazeutischen Personal bietet das die Gelegenheit, Eltern durch kompetente Beratung zum richtigen Produkt zu verhelfen.

© Morgan DDL / shutterstock

Kein Zweifel: Muttermilch ist die gesündeste Nahrung fürs Baby. Sie passt sich automatisch seinen Bedürfnissen an und enthält alle erforderlichen Nährstoffe in ausreichender Menge.

Stillen schützt das Kind bis ins Erwachsenenalter vor zahlreichen Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder Diabetes mellitus Typ 1, beschleunigt die Erholung der Mutter nach der Geburt, minimiert ihr Risiko für Brust- und Eierstockkrebs und fördert eine enge Mutter-Kind-Bindung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Nationale Stillkommission empfehlen, den Säugling bis zu sechs Lebensmonaten ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren, für die Zeit danach so lange, wie Mutter und Kind dies wünschen.

Sicherheit fürs Baby
Kann oder möchte die Mutter nicht stillen, ist industriell hergestellte Säuglingsnahrung die einzige Alternative. Nur sie gewährleist die volle Deckung des Nährstoffbedarfs und ein gutes Gedeihen des Kindes. Als Vorbild hinsichtlich ihrer Zusammensetzung dient die Muttermilch. Für gesunde, reife Säuglinge gibt es ein Stufensystem aufeinander abgestimmter Nahrungen auf Kuhmilchbasis, die mit dem Baby „mitwachsen“.

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Säuglingsanfangsnahrung Stufe Pre und 1
Anfangsmilch mit der Bezeichnung Pre (z. B. Beba Start Pre) oder 1 (z. B. Milumil 1) ist als alleinige Nahrung von Geburt an geeignet. Auch nach Einführung der Beikost nach dem sechsten Monat kann sie weiter gegeben und braucht nicht durch eine Folgenahrung ersetzt werden.

Da Muttermilch im Vergleich zu Kuhmilch einen niedrigeren Proteingehalt und ein anderes Aminosäurenspektrum aufweist, ist der Eiweißanteil der Säuglingsnahrungen dem Vorbild angepasst (adaptiert). Neben Milchfett dienen pflanzliche Fette zur Deckung des Bedarfs an ungesättigten Fettsäuren.

Orientierend am Vorbild sind die meisten Säuglingsnahrungen mit langkettigen, mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (LCPs oder LC-PUFA genannt) angereichert, welche sich positiv auf die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen auswirken sollen.

Beate Ebbers

Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 08/2010 auf Seite 40 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.

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