Pflege für gesunde Zähne
Für ein strahlendes und gesundes Lächeln ist eine gründliche Zahnpflege oberstes Gebot. Mit Zahnbürste, Zahnpasta und Zeit lassen sich bereits gute Ergebnisse erzielen. Doch Mundhygiene ist nicht nur Kosmetik. Im Kundengespräch können PTA und Apotheker auch auf den erheblichen gesundheitlichen Nutzen einer fachgerechten Zahnpflege aufmerksam machen.
George Clooney zeigt es: Auch wenn sie nur aus Kunststoff sind, schöne Zähne liegen voll im Trend. Sie fördern das Miteinander und sind ein wichtiger Wohlfühlfaktor.
Wer jedoch seine Mundhygiene vernachlässigt, riskiert viel mehr als nur Wohlgefühl und soziale Akzeptanz. Karies, Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) sind der oft schmerzhafte Preis einer vernachlässigten Vorsorge. Sie können zum Verlust der Zähne führen und sogar organische Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infekte der Atemwege, fördern.
So sind entzündungsfördernde Signalsubstanzen wie TNF-alpha und Interleukin-1 nicht nur typisch für Paradontalerkrankungen, sie werden auch bei Organerkrankungen beobachtet. Bei Diabetes mellitus Typ 2 etwa sind sie mit dafür verantwortlich, dass das Gewebe geschädigt wird und Insulin nicht mehr wirken kann. Spekuliert wird, dass Parodontalerkrankungen möglicherweise sogar Diabetes auslösen und umgekehrt Diabetes Paradontalerkrankungen bewirken können.
Fest steht: Sie können sich gegenseitig „ankurbeln“ und zu jeweils deutlich schwereren Verläufen führen. Diabetiker, die zusätzlich unter einer schweren Parodontitis leiden, haben daher beispielsweise ein 8,5-fach höheres Risiko, an einer Nierenerkrankung zu versterben, als Diabetiker mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch. Mit der richtigen Mundhygiene kann jedoch jeder sein Erkrankungsrisiko deutlich mindern.
Empfehlenswerte Werkzeuge
An erster Stelle der häuslichen Zahnpflege steht die mechanische Zahnreinigung. Für die zweimal tägliche Generalreinigung sollten PTA und Apotheker ihren Kunden gründliche und zugleich schonende Werkzeuge empfehlen: also eine Zahn- oder Aufsteckbürste mit kurzem Kopf und weichen bis mittelharten, abgerundeten Kunststoffborsten.
Dr. Gudrun Heyn
Diesen Artikel finden Sie in DAS PTA MAGAZIN 09/2010 auf Seite 42 ff. oder als PDF-Download im Kasten oben rechts.
